{"id":920,"date":"2014-10-11T16:17:54","date_gmt":"2014-10-11T16:17:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=920"},"modified":"2014-10-11T16:17:54","modified_gmt":"2014-10-11T16:17:54","slug":"freundlichkeit-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=920","title":{"rendered":"Freundlichkeit"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man sehr jung ist, steht Coolness ganz hoch im Kurs, im Berufsleben<br \/>\nZuverl\u00e4ssigkeit, wobei das auch im Privaten eine ganz wunderbare Eigenschaft ist, was man aber \u00fcber alle Lebensphasen mit unterschiedlicher Aufmerksamkeit sch\u00e4tzt ist die Freundlichkeit. Was hei\u00dft das eigentlich? Auf jemanden treffen, der einem unvoreingenommen begegnet und sich im Zweifel f\u00fcr das Gute entscheidet, daran, es in Verhalten und Wesen zu sehen, helfen zu wollen und sich zu \u00fcberlegen, was einem Freude machen k\u00f6nnte. Wie ich drauf komme? Aus dem nicht immer supertopfreundlichen Augsburg &#8211; hier wird auch mit der Freundlichkeit und dem L\u00e4cheln oft gespart &#8211; hat es mich heute gl\u00fccklicherweise nach Oberstaufen verschlagen. Nicht nur dass man dort ph\u00e4nomenal essen kann, es gibt auch eine pr\u00e4chtige Auswahl an genau richtig dimensionierten Gesch\u00e4ften. Gut, ein winziger Hauch an Trachten\u00fcberschuss mag sein, aber ansonsten? Perfekt. Fiel mir deutlich leichter, hier als in Paris f\u00fcndig zu werden. So weit, so gut.<br \/>\nDer einzige Nachteil an Oberstaufen, und auch der ist logisch und nachvollziehbar, ist die Taxisituation. Ein Ferien- und Kurort \u00fcberschaubarer Gr\u00f6\u00dfe kann nicht allzuviele Taxen verkraften, geschweige denn Fahrer satt machen. Die Strecken sind irre kurz und bringen selten mehr als f\u00fcnf bis sechs Euro ein. Ich muss beim Schreiben fast kichern, wenn ich denke, dass die rotzl\u00f6ffeligen Pariser Fahrer oftmals schon mit zehn Euro auf dem Z\u00e4hler ankommen. Nun wird man einwenden, na und? l\u00e4uft man eben. Oberstaufen beherbergt aber eben auch eine gro\u00dfe Kur- und Rehaklinik und da wird\u2019s dann schon manchmal eng. Denn wenn deren zeitweilige Bewohner mal etwas Genie\u00dfbares essen wollen oder sehen, wozu sie all das auf sich nehmen und wieder am Leben teilnehmen wollen, dann m\u00fcssen sie schon in den Ort. Und oft k\u00f6nnen sie eben auch diese paar Meter nicht laufen.<br \/>\nUnd dann kreuzen sich diese und die Taxifahrersituation sehr ung\u00fcnstig. Gut, wenn man dann im ThoMi in Oberstaufen ist. Nicht nur, dass sie die zauberhaftesten warmen und hoch reduzierten Stiefelchen im Angebot hatten, die man sich nur vorstellen kann, sie sind auch noch wahnsinnig freundlich. Als die Dame, die uns bedient hat, bemerkte, dass wir \u00fcber ein Taxi sprachen, hat sie angeboten, eines zu rufen und uns dann sehr betr\u00fcbt gesagt, das dauere eine halbe Stunde. Wir h\u00e4tten sie zwar rumgebracht, aber mehr schlecht als recht. Und dann sagte sie, wenn das nicht klappt, dann f\u00e4hrt uns halt der Thommi. Und wusch sa\u00dfen wir in Thommis Auto und sind freundlich und selbstverst\u00e4ndlich zur\u00fcck gefahren worden. Und Freundlichkeit ist so ein Ping Pong Gesch\u00e4ft. Ich werde mir k\u00fcnftig ganz viele Albernheiten ausdenken, um nochmals in diesen Laden zu gehen. Vielleicht gibt es auch neue Stiefel, kann man ja nie wissen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man sehr jung ist, steht Coolness ganz hoch im Kurs, im Berufsleben Zuverl\u00e4ssigkeit, wobei das auch im Privaten eine ganz wunderbare Eigenschaft ist, was man aber \u00fcber alle Lebensphasen mit unterschiedlicher Aufmerksamkeit sch\u00e4tzt ist die Freundlichkeit. 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