{"id":735,"date":"2014-08-30T17:11:19","date_gmt":"2014-08-30T17:11:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=735"},"modified":"2014-08-30T17:11:19","modified_gmt":"2014-08-30T17:11:19","slug":"der-100-beitrag-ist-dem-zwetschgadatschi-gewidmet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=735","title":{"rendered":"Der 100. Beitrag ist dem Zwetschgadatschi gewidmet"},"content":{"rendered":"<p>Es ist zwar ein Eingeborenensport, \u00fcber meine Stadt zu spotten, von zugereisten Freunden w\u00e4hrend des Studiums mal ganz zu schweigen oder von M\u00fcnchnern, die aus unerfindlichen Gr\u00fcnden hier leben, aber neben der beachtlichen Geschichte und so mancher historischer Sch\u00f6nheit, hat Augsburg vor allem eines zu bieten: den Zwetschgadatschi. Und hier haben wir wirklich die Nase vorn, wir haben den Echten. Keine Streusel, kein Zuckerzeugs, einfach nur Boden und Zwetschgen. Wikipedia schreibt dazu &#8211; etwas s\u00fcffisant, wie ich meine &#8211; Folgendes: &#8222;Die Augsburger beanspruchen f\u00fcr sich, den Zwetschgendatschi erfunden zu haben. Er gilt als kulinarische Spezialit\u00e4t der Stadt und wird laut Originalrezept aus M\u00fcrbteig gebacken. Seinetwegen wird die Stadt scherzhaft Datschiburg genannt. Ferner hei\u00dft es, der Zwetschgendatschi gleiche in Form und Aussehen dem Augsburger Stadtwappen, der Zirbelnuss.&#8220; Nun, da gibt es nicht viel zu deuteln, au\u00dfer, dass ich die Variante mit Hefeteig bevorzuge.<br \/>\nDer Zwetschgendatschi ist wieder ein Beweis f\u00fcr das Wunderbare an Jahreszeiten. Treue Leser werden sich erinnern, dass ich mich am Thema &#8222;Jahreszeiten und deren Begleiterscheinungen&#8220; regelrecht aufarbeiten kann.<br \/>\nKlar, k\u00f6nnte ich mir vorstellen, auf einer S\u00fcdseeinsel einen Kanuverleih zu betreiben, oder nein, das w\u00e4re wieder zu kommerziell, also einfach nur dort zu leben und Muscheln anzusehen, aber all die herrlichen Dinge, die eben nun mal an Jahreszeiten gebunden sind, w\u00fcrden mir doch sehr fehlen. Die Kirschen, Kastanien, der erste Schnee. Und das Gro\u00dfartigste ist, dass der Zauber dieser Dinge irgendwie nie nachl\u00e4sst. Sie sind immer wieder toll. Wie Gras oder Stra\u00dfe nach Regen. Das riecht immer gleich und freut mich. Was mich nicht so freut sind diese st\u00e4ndigen Reifenwechsel, die leider mit den Jahreszeiten einhergehen. Oder die Heizkostenabrechnungen. Und es dauert nicht lange und wir m\u00fcssen uns wieder \u00fcber Weihnachtsgeschenke und Silvestereinladungen Gedanken machen. Dann stehen wir ratlos da und fragen uns, wo das Jahr nur hin ist. Ich konnte fr\u00fcher nie verstehen, wenn jemand gesagt hat, meine G\u00fcte, schon wieder ein Jahr rum. F\u00fcr mich hat es manchmal ewig gedauert, ewig, bis Stephan angerufen hat (endlich und dann musste ich ja auch noch cool sein), ewig bis ich meinen F\u00fchrerschein hatte, ewig bis zum Abschlussball. Alles erste Male. Was tut man eigentlich jetzt noch zum ersten Mal? Au\u00dfer so waghalsigen, extravaganten Kram wie Bungeespringen? Doch eigentlich gar nichts Normales. Ich esse jetzt mein fast erstes St\u00fcck Zwetschgendatschi in diesem Jahr. Ein Hoch auf die B\u00e4ckerin &#8211; wie immer!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist zwar ein Eingeborenensport, \u00fcber meine Stadt zu spotten, von zugereisten Freunden w\u00e4hrend des Studiums mal ganz zu schweigen oder von M\u00fcnchnern, die aus unerfindlichen Gr\u00fcnden hier leben, aber neben der beachtlichen Geschichte und so mancher historischer Sch\u00f6nheit, hat Augsburg vor allem eines zu bieten: den Zwetschgadatschi. 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