{"id":597,"date":"2014-07-29T14:13:34","date_gmt":"2014-07-29T14:13:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=597"},"modified":"2014-07-29T17:37:27","modified_gmt":"2014-07-29T17:37:27","slug":"ah-signola-tedesca","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=597","title":{"rendered":"Ah! Signola Tedesca!"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag sollte eigentlich anders hei\u00dfen und anders beginnen. Das Wort, das urspr\u00fcnglich im Flie\u00dftext-Entwurf stand, bezeichnet eine gro\u00dfe asiatische Volksgruppe, die uns gerne Langnasen nennt, alles Erdenkliche isst und von der behauptet wird, in B\u00e4lde ganz Europa still und heimlich aufgekauft zu haben. Leider kann ich das Wort nicht mehr schreiben, denn seit ich es gestern als Gedankenst\u00fctze getan habe, bekomme ich zig Spam-Kommentare aus eben dieser Region und mit v\u00f6llig unverst\u00e4ndlichen, daf\u00fcr ellenlangen Schriftzeichen. Offenbar war das Wort ein Schl\u00fcsselreiz, um die weltweit verteilten Expats in F\u00e4lschungsfabriken und in Restaurantk\u00fcchen oder in Programmierb\u00fcros zu erreichen und zu erfreuen. Nun, dann muss es eben so gehen, ich kann mich ja schlie\u00dflich nicht sofort kampflos ergeben.<br \/>\nWas ich an sich schreiben wollte, ist Folgendes: Dass n\u00e4mlich die Gesch\u00e4fte besagter Volksgruppe seit Jahren auch in unsere wilde Gegend vorgedrungen und eine wahre Fundgrube f\u00fcr alle erdenklichen Waren aus Plastik sind. Fast nichts, das es dort nicht gibt. Gut, der Geruch ist etwas giftig, Schn\u00fcffler k\u00e4men bestimmt auf ihre Kosten, aber das Sortiment! Ein stromernder Hamster wie ich darf maximal zehn Euro einstecken und auch dann sind die Risiken noch gewaltig. Nicht die monet\u00e4ren. Aber f\u00fcr zehn Euro kann man dort Dinge erwerben, die kaum in den Kofferraum eines Cinquecentos passen oder aber den Ehemann vor die Frage stellen, wen er da bittesch\u00f6n eigentlich geheiratet hat. Es gibt einfach alles, angefangen vom Bikini, bis hin zu allen denkbaren Kochutensilien. Kleine Taschen, alle Putzmittel (keine Ahnung, ob echt oder falsch in echten Flaschen), die neuesten Gadgets wie M\u00fccken-Tennis-Schl\u00e4ger, nat\u00fcrlich alle Plastikspiele f\u00fcr Kinder, herrliche Blumenranken, \u00fcbrigens auch Wahnsinnsschwimmtiere, einfach alles.<br \/>\nAls mein Patenkind vor ein paar Jahren hier und noch in dieser wunderbaren Phase war, in der es sich mit Malen besch\u00e4ftigen lie\u00df, fehlte f\u00fcr eine Ritterburg ein ganz spezielles metallisches Grau. Es war schon sp\u00e4t, Verzweiflung war abzusehen, aber kein Problem. In einem der vielen L\u00e4den, die meist unglaublich in die Tiefe gehen und von au\u00dfen eher wie ein Kiosk aussehen, wurden wir sofort f\u00fcndig. Nat\u00fcrlich auch noch bei Vielem mehr.<br \/>\nSeit ein paar Wochen wei\u00df ich, dass auch unser Portiere Massimo dort seine Putzmittel erwirbt und damit ich auch ein gutes Entree in diesem einen speziellen Laden habe, hat er mich dort korrekt eingef\u00fchrt. Nun kr\u00e4ht die italienisierte Dame mit dem pechschwarzen glatten Haar jedesmal mit unverkennbarem Akzent: &#8222;Ah, la Signola Tedesca!&#8220;und kichert fr\u00f6hlich vor sich hin. Sie findet mich deutlich ausl\u00e4ndischer als sich selbst und wer wei\u00df, vielleicht ist sie ja auch hier geboren. Mich wird jedenfalls keiner dazu bringen, dieses Wort noch einmal niederzuschreiben. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag sollte eigentlich anders hei\u00dfen und anders beginnen. 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