{"id":4078,"date":"2025-09-08T15:55:32","date_gmt":"2025-09-08T15:55:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=4078"},"modified":"2025-09-09T14:55:49","modified_gmt":"2025-09-09T14:55:49","slug":"gaeste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=4078","title":{"rendered":"G\u00e4ste"},"content":{"rendered":"\n<p>Ich habe gerne G\u00e4ste. Fr\u00fcher hatten wir eine richtiggehende G\u00e4steliste. Wie ein kleines Hotel. Manchmal bin ich fast ins Schwitzen gekommen wegen des Bettenwechsels. Ist man jung und hat noch nicht so viel Geld, ist es ja v\u00f6llig normal, bei Freunden zu schlafen. Wenn sie zudem noch an sch\u00f6nen Orten leben. Das tun wir zum Gl\u00fcck. In Rom zwar nicht ganz in der Stadt, aber sch\u00f6n genug. Die Wohnung war ein Traum mit der gro\u00dfen Terrasse und dem Meer in der N\u00e4he. Wir waren immer mobil mit dem Auto. Sp\u00e4ter haben wir f\u00fcr Besuch eine Vespa gemietet, damit wir bilderbuchartig durch die Stadt brausen k\u00f6nnen. Das machen wir jetzt in Paris sehr gerne mit dem Fahrrad. Nicht bio, wie das neudeutsch hei\u00dft, sondern elektrisch. Wahnsinnig komfortabel. Ein bisschen gef\u00e4hrlich, vor allem beim Anfahren am Berg (zum Beispiel auf Montmartre, bzw. dem Weg dorthin).  Das wollte ich schon ewig mal trainieren. In Kitzb\u00fchel gibt es f\u00fcr so etwas Kurse. H\u00f6chste Zeit, sich anzumelden. Man liest immer wieder von Rentnern, die gegen B\u00fcrgersteige dotzen und was das angeht, ist mein Bedarf f\u00fcr immer gedeckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Also wie gesagt, ich habe gerne Besuch. Ich mag es, wenn die unausgesprochenen Regeln dabei befolgt werden. Gastgeber sorgen in steter Folge f\u00fcr Essen und nat\u00fcrlich ein sauberes Zimmer mit gen\u00fcgend Decken, Wasser, S\u00fc\u00dfigkeiten und Lesestoff und G\u00e4ste freuen sich \u00fcber alles. Idealerweise k\u00f6nnen sie auch noch Konversation betreiben, dann wird das Wochenende zum Selbstl\u00e4ufer. Danach noch das Bett abziehen und fertig ist die Laube. Das mit den Fischen und den drei Tagen ist auch landl\u00e4ufig bekannt \u2013 wunderbar. Mit G\u00e4sten entdeckt man seine Stadt immer wieder aufs Neue. Unternimmt mehr als in Monaten zuvor allein. Es ist idealerweise wie ein gut eingespielter Tanz. Ist noch ein junger Mensch dabei, bekommt das Programm vielleicht sogar noch einen spielerischen Tiefgang, was k\u00f6nnte es Sch\u00f6neres geben?<\/p>\n\n\n\n<p>Naja, vielleicht wenn man dann wieder alleine ist. Wenn die G\u00e4ste alles gepackt haben (man ist ja auf Reisen ein bisschen unordentlicher als zuhause, stelle ich immer mal wieder fest). Denn wie mein Vater so sch\u00f6n gesagt hat (angeblich \u2013 ich hab ihn das nie sagen h\u00f6ren, aber meine Stiefmutter hat das sogar bei seiner Trauerfeier gesagt): alles hat seine Zeit. Und so sch\u00f6n die Zeit der G\u00e4ste ist, so sch\u00f6n ist auch die Zeit danach. Oder davor. Und selbstverst\u00e4ndlich w\u00e4hrenddessen. Alles in allem bleibt zu sagen: Ich habe gerne G\u00e4ste, auch wenn ich selbst nicht gerne Gast bin und es nach M\u00f6glichkeit den Profis \u00fcberlasse, mich als Gast zu haben. Aber ein bisschen Profi bin ich inzwischen vermutlich auch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich habe gerne G\u00e4ste. Fr\u00fcher hatten wir eine richtiggehende G\u00e4steliste. Wie ein kleines Hotel. Manchmal bin ich fast ins Schwitzen gekommen wegen des Bettenwechsels. Ist man jung und hat noch nicht so viel Geld, ist es ja v\u00f6llig normal, bei Freunden zu schlafen. Wenn sie zudem noch an sch\u00f6nen Orten leben. 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