{"id":3984,"date":"2017-11-23T05:50:46","date_gmt":"2017-11-23T05:50:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3984"},"modified":"2017-11-23T05:50:46","modified_gmt":"2017-11-23T05:50:46","slug":"es-ist-nichts-so-schlecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3984","title":{"rendered":"Es ist nichts so schlecht&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>&#8230;als dass nicht auch etwas Gutes zu finden w\u00e4re. Wie sich vielleicht der ein oder andere erinnern mag, gelte ich inzwischen beinahe europaweit als Maskottchen der Sanit\u00e4r-Handwerker. Wo ich bin, ist Wasser. Leider geh\u00f6rt es da nicht immer hin. In Rom hatten wir eine Dachterrasse, die leckt, in Paris eine Sp\u00fclmaschine und in Augsburg ein ganzes Dach. Arglose k\u00f6nnten nun meinen, das k\u00f6nne im f\u00fcnften Stock, eingebettet zwischen den Stockwerken ja nichts Gravierendes sein, sondern k\u00e4me sicher von einer Waschmaschine oder \u00c4hnlichem. Weit gefehlt. Aus irgendeinem Grund ist gerade bei mir ein Knick, ein Knie, wie wir Profis sagen, in der Leitung und es sammelt sich das Wasser und das st\u00fcrzt dann fast ungebremst in die Decke meiner Nachbarin unter mir. Zum Gl\u00fcck ist sie eine freundliche und christliche Seele. Die erste Ma\u00dfnahme, die Sanit\u00e4r-Fachleute &#8211; oder sollte ich sagen &#8222;Sanit\u00e4ter&#8220;? &#8211; parat haben, ist &#8222;ja gut, dann rei\u00dfen wir mal die Toilette auf und schauen drunter nach&#8220;. Um dies zu vermeiden, habe ich mich inzwischen ausf\u00fchrlich mit der Thematik befasst. <\/p>\n<p>Ich habe n\u00e4mlich au\u00dfergew\u00f6hnlich sch\u00f6ne B\u00e4der. Mit handproduzierten Fliesen. Einfach genau so, wie ich es mag. Da kommt nicht einfach einer daher und rei\u00dft als Erstes alles raus, um dann festzustellen, dass es was ganz anderes war. Und so habe ich meinen Herrn K. kennengelernt. Zun\u00e4chst war es eine Begegnung auf Augenh\u00f6he, weil ich fachkundig und mutig vor Sorge sagte, der Schaden k\u00e4me vom Dach. Er fand das interessant, meinen Kaffee gut und war froh, dass die Wohnung und sein Arbeitsbereich sauber waren. Was er mir im Laufe unserer Beziehung (anders kann man das, was wir haben, kaum mehr nennen) aus seinem beruflichen Schatzk\u00e4stchen erz\u00e4hlte, ist eine gute Basis f\u00fcr eine Null-Di\u00e4t&#8230;.Nach einem Dreiviertel Jahr mit einem l\u00e4rmenden Entl\u00fcfter in der Wohnung war klar: es kommt vom Dach. Was eine Totalsanierung des Daches mit Ger\u00fcst und allem Pipapo zur Folge hatte. Und wenn man so viel Zeit zusammen verbringt, lernt man einander eben auch besser kennen. Und so habe ich erfahren, dass Herr K. passionierter J\u00e4ger ist. Und der Jagdmetzger unseres Vertrauens auf dem Stadtmarkt sein Gesch\u00e4ft schlie\u00dft. <\/p>\n<p>Und weil wir erst neulich wieder einen Wasserschaden hatten (meine liebe Nachbarin und ich, also sie hat ihn und hat folgerichtig mich angerufen), haben wir uns wieder gesehen und ich habe meine Nachfrage nach Wild erneuern k\u00f6nnen. Heute um 5.45 hat er mir einen wunderbaren Rehr\u00fccken und Schlegel gebracht. Der Rehr\u00fccken ist deutlich gr\u00f6\u00dfer als ich dachte und wir werden lange, lange an Herrn K. denken! Nicht immer ist es so einfach, die Vorteile in einer Malaise zu sehen. Gerade in der aktuellen Phase meines Lebens f\u00e4llt mir das auch manchmal schwer. Und gleichzeitig bin ich mit so vielen wunderbaren und bereichernden Menschen in Kontakt gekommen, dass ich schon sehr verbohrt sein m\u00fcsste, um darin nicht auch etwas Gutes und Sch\u00f6nes zu erkennen. Vielleicht lade ich sie ja auch alle zu einem sch\u00f6nen Rehr\u00fccken ein?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;als dass nicht auch etwas Gutes zu finden w\u00e4re. Wie sich vielleicht der ein oder andere erinnern mag, gelte ich inzwischen beinahe europaweit als Maskottchen der Sanit\u00e4r-Handwerker. Wo ich bin, ist Wasser. Leider geh\u00f6rt es da nicht immer hin. 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