{"id":3952,"date":"2017-09-21T15:36:33","date_gmt":"2017-09-21T15:36:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3952"},"modified":"2017-09-25T17:09:39","modified_gmt":"2017-09-25T17:09:39","slug":"das-lerchlein-in-den-lueften-schwebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3952","title":{"rendered":"Das Lerchlein in den L\u00fcften schwebt&#8230;."},"content":{"rendered":"<p>&#8230;.und singt den Himmel an, vom gr\u00fcnen Feld es sich erhebt und gr\u00fc\u00dft den Ahaaackersmann. So lautete der Refrain des Lieds, das ich mit acht oder neun Jahren im Chor in unserer gro\u00dfen Stadthalle mit meiner damaligen Singschule vorgetragen habe. An diesen Tag kann ich mich exakt erinnern und das ist besonders, denn Vieles sonst ist mir g\u00e4nzlich entschwunden. Damals trug ich mein Kommunionkleid, das schon ein wenig eng und vor allem sehr, sehr warm war und weil das so war hat mir meine Mutter einen Tip gegeben, den ich bis heute beherzige: Lass kaltes Wasser \u00fcber die Innenseite Deiner Unterarme laufen, das k\u00fchlt den ganzen K\u00f6rper. Und so war es. Ich glaube, zusammengefasst &#8211; ohne die zahlreichen Pr\u00e4sentationen in meinem Leben &#8211; kann ich mich noch an zwei weitere Auftritte erinnern und die waren grauenvoll. Einmal als Engel beim Weihnachtsspiel und einmal als irgendein R\u00f6mer in einer Betttuch-Toga im Gymnasium. Das war auch noch auf Lateinisch, was den Vorteil hatte, dass nur Herr Kunzem\u00fcller wusste, ob man patzte oder nicht. <\/p>\n<p>Warum ich all das schreibe? Weil ich gestern wahnsinnig spontan beim Singen war. Und es einfach wundervoll war. Ich hab gar nicht gewusst, wie mir das Singen gefehlt hat. Ich meine jetzt nicht das fr\u00f6hliche Mitkr\u00e4hen im Radio oder auf Festen, ich meine das wirkliche gemeinsame Singen, auf andere h\u00f6ren und mit ihnen in einem Chor verschmelzen. Das ist ein Gemeinschaftserlebnis, das mit nichts zu vergleichen ist. Und wie die liebe Bekannte, die mich mitgenommen hatte sagte, man kann dabei an nichts anderes als das Singen denken. Es ist so gesehen die perfekte Yoga\u00fcbung, bei der Geist und K\u00f6rper zusammen sind und nur im Jetzt und vielleicht eine kleine Zeile vorweg sind. Ich bin zwar noch keine Zeile vorweg, weil ich keine Noten lesen kann und generell eher einen Achteltakt nachhinke, um zu wissen, wo&#8217;s hingeht, aber die Profis huschen schon mal ein bisschen vor, wie ich gestern bemerkt habe. Es ist ein reiner Frauenchor und schon allein das ist wunderbar. Manche kommen abgehetzt, manche gar nicht, es wird geschnattert und &#8211; was ich am allersch\u00f6nsten finde &#8211; bei manchen Liedern steht man um den Fl\u00fcgel herum. Das ist sooooo toll!!!<\/p>\n<p>Als ich vor einigen Tagen sehr spontan gesagt hatte &#8222;ui, da komm ich mit!&#8220;, hab ich gar nicht weiter dr\u00fcber nachgedacht, was mich erwarten k\u00f6nnte. Das hab ich daf\u00fcr gestern getan und mich furchtsam gefragt, ob ich wohl auf einem Podest stehen und vorsingen m\u00fcsste? Gar nach Noten? Ohne Begleitung? Aber nein, alle sind sich ziemlich \u00e4hnlich, man darf eigentlich bei der Stimme mitsingen, die einem liegt und keiner wird geschimpft. Ein Traum. Auch werden gro\u00dfe Auftritte geplant und ich habe schon vorgeschlagen, dass f\u00fcr den Fall, dass uns gar niemand h\u00f6ren m\u00f6chte, man ja immer noch in den Zoo gehen k\u00f6nnte. Das wurde als letzte Notl\u00f6sung in Betracht gezogen. Jedenfalls wird einmal mehr deutlich, dass Anlagen, die in der Kindheit angelegt, gar gef\u00f6rdert werden, zu den erstaunlichsten Zeiten im Leben reaktiviert werden k\u00f6nnen. Meine Mutter hat immerhin auch wieder mal get\u00f6pfert und es zeigt sich, dass es im Menschen drin steckt, Sch\u00f6nes zu tun und danach zu streben und es zu produzieren. Eigentlich wirklich sch\u00f6n oder?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8230;.und singt den Himmel an, vom gr\u00fcnen Feld es sich erhebt und gr\u00fc\u00dft den Ahaaackersmann. So lautete der Refrain des Lieds, das ich mit acht oder neun Jahren im Chor in unserer gro\u00dfen Stadthalle mit meiner damaligen Singschule vorgetragen habe. 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