{"id":3521,"date":"2016-11-27T09:53:13","date_gmt":"2016-11-27T09:53:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3521"},"modified":"2016-11-27T09:53:13","modified_gmt":"2016-11-27T09:53:13","slug":"koerpersprache","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3521","title":{"rendered":"K\u00f6rpersprache"},"content":{"rendered":"<p>Es hei\u00dft, der K\u00f6rper w\u00fcrde quasi unabh\u00e4ngig von dem, der ihn gemeinhin steuert, kommunizieren. Ganze Fernsehserien besch\u00e4ftigen sich mit Augenbewegungen, Handhaltungen und anderen vegetativen Reaktionen. Bei Verh\u00f6ren oder in Verkaufstrainings sind K\u00f6rpersignale schon l\u00e4ngst der totale Renner. Wir haben also gelernt, auf Blinzeln, Err\u00f6ten, Hand- und Fu\u00dfhaltung etc. zu schauen. Um daraus einen Vorteil zu ziehen. Was wir manchmal noch nicht gelernt haben, ist auf die Signale aus dem eigenen K\u00f6rper zu h\u00f6ren. M\u00fcdigkeit, Blasssein, \u00dcbelkeit oder Schmerzen. Glaubt man seinem K\u00f6rper, ist er dann an einem Punkt, an dem er Erholung braucht. Einen Spaziergang, ein Schl\u00e4fchen oder einfach nur eine Tasse Tee mit Pl\u00e4tzchen. Er freut sich in der Regel dar\u00fcber, wahrgenommen zu werden und arbeitet im Anschluss munter mit einem weiter. Ignoriert man die Zeichen zu lange, kann es sein, dass er ruppig und grantig wird und einen niederstreckt. Das endet im schlimmsten Fall t\u00f6dlich. Warum h\u00f6rt man nicht auf ihn?<\/p>\n<p>Ich kenne ganz viele Leute, die sind superstolz drauf, dass sie trotz Fieber, Schicksalsschlag oder gerade \u00fcberstandener Krankheit schon wieder joggen gehen, arbeiten oder Weltreisen antreten. Dann haut&#8217;s ihnen irgendwann das Gestell zusammen, wie man in Bayern so lapidar sagt und sie sind v\u00f6llig fassungslos und emp\u00f6rt. Wo ist die Grenze? Was ist die richtige Balance? Denn immer nur rumliegen ist ja sicherlich auch keine Option. Wer keine Grenzen antestet, wird sie auch nicht erweitern, aber auf der anderen Seite &#8211; muss man das? Vermutlich schon, wenn es doch immer hei\u00dft, das Gl\u00fcck l\u00e4ge auch darin, seine Grenzen zu erforschen und dann zu erweitern und in der Erweiterung zu bestehen? Ach, es ist eine schwierige Gratwanderung. Ich habe noch nie davon geh\u00f6rt, dass Menschen, die immer auf dem Sofa liegen und RTL2 schauen, supergl\u00fccklich sind. Manager in Hamsterr\u00e4dern nat\u00fcrlich auch nicht. Bauern vielleicht? Die, denen die Natur den Rhythmus vorgibt? Aber dann nur solche, die ihr Land und ihre K\u00fche nicht vergewaltigen m\u00fcssen, um EU-Richtlinien zu gen\u00fcgen. Und schwupps sind wir in einer umfassenden Gesellschafts- und Wirtschaftskritik. Und schwupps schon wieder zur\u00fcck auf der Ebene, die jedem von uns zur Ver\u00e4nderung zur Verf\u00fcgung steht: Das eigene Selbst.<\/p>\n<p>Und das ist anerkannterma\u00dfen der schwierigste Bereich. Weil er Taten verlangt, statt Worte. Aushalten, dass man in Frage gestellt wird. Denn lebt man nicht auf einer einsamen Insel, wird jede Ver\u00e4nderung &#8211; auch die an sich selbst &#8211; Fragen und Unsicherheiten im Umfeld aufwerfen. Und Versuche, die Person, die man zu kennen meinte, wieder zur\u00fcck in die bekannten und sicher vertrauten Bahnen zu schubsen. Einen neuen anderen Weg mit ihm zu gehen, w\u00fcrde ihn auf den Kern seines Wesens reduzieren, der ja trotz aller \u00c4nderungen gleich geblieben ist, aber den nur die Allerwenigsten kennen, weil sie gar nicht zu ihm durchkommen m\u00f6chten oder k\u00f6nnen. Weil meistens nur die jeweiligen Kerne der Menschen miteinander sprechen k\u00f6nnen. H\u00fclle und Kern finden nicht zueinander und weil so viele Menschen nicht durch ihre eigene H\u00fclle hindurch zum eigenen Kern kommen, bleibt es oft bei H\u00fclle zu H\u00fclle. Und dann verstehen diese sich nicht mehr. Logisch. Die Menschwerdung jedoch &#8211; so habe ich erst neulich wieder gelesen &#8211; sollte uns das wichtigste Lebensziel sein. Warum? Was tun wir damit? Ich denke da jetzt einfach noch weiter dr\u00fcber nach. Und ihr m\u00fcsst mitdenken, weil ich meine jeweiligen Fortschritte sicher immer wieder aufschreiben werde. Vor allem jetzt in der staden Zeit. Aber f\u00fcr wen ist die eigentlich stad? Auch diese Pause wird von den Wenigsten genutzt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es hei\u00dft, der K\u00f6rper w\u00fcrde quasi unabh\u00e4ngig von dem, der ihn gemeinhin steuert, kommunizieren. Ganze Fernsehserien besch\u00e4ftigen sich mit Augenbewegungen, Handhaltungen und anderen vegetativen Reaktionen. Bei Verh\u00f6ren oder in Verkaufstrainings sind K\u00f6rpersignale schon l\u00e4ngst der totale Renner. Wir haben also gelernt, auf Blinzeln, Err\u00f6ten, Hand- und Fu\u00dfhaltung etc. zu schauen. 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