{"id":3371,"date":"2016-09-03T08:30:01","date_gmt":"2016-09-03T08:30:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3371"},"modified":"2016-09-04T06:43:20","modified_gmt":"2016-09-04T06:43:20","slug":"benehmen-muss-man-sich-ueberall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3371","title":{"rendered":"Benehmen muss man sich \u00fcberall"},"content":{"rendered":"<p>Neben vielen tiefsch\u00fcrfenden Gedanken und \u00dcberlegungen, die sich wellen-, witterungs- und zeitbedingt eingestellt haben in diesen Sommerwochen, hat sich auch eine Erkenntnis &#8211; gerade gestern am letzten Ferienabend &#8211; verfestigt: Man muss sich wirklich \u00fcberall und immer benehmen als s\u00e4\u00dfe die Queen am Nebentisch. Oder halt jemand, von dem man nicht m\u00f6chte, dass er sagt: Da schau her, daheim macht sie immer einen auf Dame und im Urlaub benimmt sie sich wie ein Wildschwein. Was selbstredend bei mir der Fall w\u00e4re. Weder das Eine noch das Andere. Auch aus dieser relativen Sicherheit heraus r\u00fcttelt es doch am Urlaubsgef\u00fchl oder sollen wir besser sagen am Gef\u00fchl, einfach mal woanders zu sein und sich ganz neu zu erfinden oder einfach ganz frei zu bewegen, was ja nicht zwangsl\u00e4ufig hei\u00dfen muss, dass man sich schlecht benehmen m\u00f6chte, nur eben ohne Zuschauer, wenn man dort dann Bekannte trifft.<\/p>\n<p>Menschen, die unter dem Jahr vielleicht niemals Zeit f\u00fcr ihre Freunde haben, verreisen gerne mit ihnen oder auch solche, die unter dem sogenannten &#8222;Horror Vacui&#8220;, der Angst vor der Leere leiden oder ihren Partner generell entsetzlich langweilig finden, verreisen gerne in Gruppen oder an Orte, an denen sie auch ihre Freunde w\u00e4hnen. Aber solche, die sich freuen, mal Zeit zu zweit zu verbringen an einem fremden Ort mit fremdem Menschen und fremdem Essen, trifft der Schlag, wenn sie unvermutet auf einen Bekannten aus dem Berufs- oder Freundeskreis sto\u00dfen. Uns ist das in der letzten Woche in mehrfacher Variation passiert. Ein Freund von uns, den wir gemeinsam zum Geburtstag \u00fcberrascht hatten, durfte gleich bei seiner Ankunft im Hotel als wir hinter dem Vorhang zugeschaut hatten, wie er sein Gep\u00e4ck aus dem Auto ger\u00e4umt hat, diese Erfahrung machen. Wer w\u00e4hnt sich in solchen Momenten schon beobachtet? <\/p>\n<p>Gleiches geschah uns vor ein paar Jahren am Ocean Drive in Miami. Wer muss damit rechnen, dort auf einen Kommilitonen zu sto\u00dfen? Morgens um halb neun? Da stellt sich dann die Frage: Wie k\u00f6nnen Menschen Verh\u00e4ltnisse haben? Wie ihre Partner betr\u00fcgen? Das ist doch absurd, dass das klappt. Gestern am Strand wurde also eine Freundin von mir offenbar von einer Bekannten beobachtet und gleich zweimal am Sonnenschirm aufgesucht, wie sie am Abend per Nachricht mitteilte und als wir dann abends gemeinsam beim Essen sa\u00dfen in einem recht kleinen und durchaus auch nicht sehr gastlichen Restaurant am Meer, steht mein Mann pl\u00f6tzlich auf und klopft einem anderen Mann auf die Schulter und schon hatten sich zwei getroffen, die seit langem zusammen an einem Projekt arbeiten und sich gerade in einer der vielen &#8222;hei\u00dfen&#8220; Phasen befinden. Ich kann hochzufrieden sein, ich hatte ein h\u00fcbsches Kleid an und war zauberhaft wie meistens. Alles gut. Lesson learned. Vielleicht mal ein Eiland mit nur einer Palme? Zumindest werde ich auf dem R\u00fcckflug nicht randalieren. Soviel ist sicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben vielen tiefsch\u00fcrfenden Gedanken und \u00dcberlegungen, die sich wellen-, witterungs- und zeitbedingt eingestellt haben in diesen Sommerwochen, hat sich auch eine Erkenntnis &#8211; gerade gestern am letzten Ferienabend &#8211; verfestigt: Man muss sich wirklich \u00fcberall und immer benehmen als s\u00e4\u00dfe die Queen am Nebentisch. 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