{"id":3124,"date":"2016-05-27T10:11:31","date_gmt":"2016-05-27T10:11:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3124"},"modified":"2016-05-27T10:11:31","modified_gmt":"2016-05-27T10:11:31","slug":"lauter-entdeckungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3124","title":{"rendered":"Lauter Entdeckungen"},"content":{"rendered":"<p>Heute scheint endlich die Sonne und fast bin ich verleitet, alle meine Sommerkleider, die ich seit \u00fcber einer Woche nutzlos mit mir durch Europa schleppe im Stundentakt anzuziehen. Vor lauter Emp\u00f6rung \u00fcber das mistige und lausekalte Wetter der letzten Tage habe ich heute Morgen &#8211; trotzdem wir gestern bis zehn Uhr abends drau\u00dfen sitzen konnten, ja, ich wei\u00df, undankbar! &#8211; einen schwarzen Rock und lang\u00e4rmligen Pulli angezogen und bin in den strahlenden Sonnenschein getreten. Beim Skifahren scheint ja auch oft die Sonne und keiner hat ein Sommerf\u00e4hnchen an. Eben. Als ich dann nach einer Stunde erneut das Haus verlassen musste, habe ich mich doch verleiten lassen und eines der ungeduldig im Koffer quengelnden Kleider rausgezupft und es halt mitgenommen. Es war &#8211; ungerechterweise, aber so ist das Leben eben &#8211; dasselbe, das auch schon ans Meer durfte. Es lag g\u00fcnstig oben auf, bzw. war nicht in Papier eingeschlagen. So einfach kann&#8217;s manchmal sein.<\/p>\n<p>Hat es mir Gl\u00fcck gebracht? Ja! Definitiv. Denn beim Zur\u00fcckgeben einer wei\u00dfen Bluse (wir brauchen nicht dr\u00fcber sprechen, welche Odysseen auf der Jagd nach der richtigen wei\u00dfen Bluse durchlebt werden m\u00fcssen!) habe ich eine Wahnsinnsentdeckung gemacht, die treue Blogleser sicherlich ebenso in Aufregung versetzen wird wie mich. Mein Nagelstudio hat eine Dependance neben einem meiner Lieblingsl\u00e4den er\u00f6ffnet. Da ich n\u00e4mlich an dem fast immer vorbeischie\u00dfe, muss ich den Blick streng nach oben richten, um die Gesch\u00e4ftsschilder zu lesen und da stach es mir ins Auge: Bel Ange Paris. Ich h\u00e4tte sowieso hinlaufen m\u00fcssen, weil dieser elendige Hausputz vor der Abreise kleine aber unsch\u00f6ne Sch\u00e4den an meinen roten Fingern angerichtet hat oder es kommt vom unerm\u00fcdlichen Tippen meiner Artikel, das kann nat\u00fcrlich auch sein, w\u00e4re aber ganz f\u00fcrchterlich, wenn man&#8217;s bedenkt. Die Manik\u00fcre beim letzten Mal war keinesfalls so ausgefallen ist, wie ich es mir vorstelle, weil ich es auch so gewohnt bin, war ich noch mal froher, dass mein Abo ausgelaufen war und ich eine Alternative &#8211; \u00fcbrigens machen die KEINE Abos! &#8211; gefunden habe. <\/p>\n<p>Inzwischen arbeiten n\u00e4mlich auch in diesem Laden nur Asiatinnen, die unter einem Wahnsinnsdruck stehen, nur ja schnell und ohne jegliche Pause zu arbeiten. Das ist schon schlimm genug in Augsburg, wo eine regelrechte Organisation hinter den Nagelartistinnen steht, aber bei einem &#8222;normalen&#8220; Studio m\u00f6chte ich nicht das Gef\u00fchl haben, ein \u00fcbler Sklaventreiber zu sein, zumal auch das Preis das nicht rechtfertigt. Egal, ich konnte den Nagel richten lassen, eine Bluse umtauschen und dabei feststellen, dass die Verk\u00e4uferin, die mich vorgestern sch\u00f6n auf Franz\u00f6sisch hat stottern lassen, sehr wohl Englisch spricht, allerdings in etwa so wie ich Franz\u00f6sisch. H\u00e4tte ich nicht zehn Minuten vorher eine so erfreuliche Entdeckung gemacht, ich h\u00e4tte mich tats\u00e4chlich ge\u00e4rgert. Bin froh, dass ich zwischendurch noch ganz normale Dinge wie arbeiten machen kann. So viel Aufregung und emotionales Auf und Ab w\u00e4re wirklich nicht auszuhalten. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute scheint endlich die Sonne und fast bin ich verleitet, alle meine Sommerkleider, die ich seit \u00fcber einer Woche nutzlos mit mir durch Europa schleppe im Stundentakt anzuziehen. 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