{"id":3101,"date":"2016-05-23T09:57:15","date_gmt":"2016-05-23T09:57:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3101"},"modified":"2016-05-23T09:57:15","modified_gmt":"2016-05-23T09:57:15","slug":"der-500-beitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=3101","title":{"rendered":"Der 500. Beitrag"},"content":{"rendered":"<p>Also da bin ich nun doch stolz drauf. Zumal ich vor einigen Wochen auf der Lesung eines von mir hochgesch\u00e4tzten Kolumnisten war und der hat mit der Leserreise seine 1001 Kolumnen gefeiert. Gut, seine sind nat\u00fcrlich viel l\u00e4nger und ganz anders und erscheinen w\u00f6chentlich. Und ab und zu werden ihm sogar Themen vorgegeben. Ich muss mich bei der Themensuche auf mein Leben verlassen oder eben, wie der Titel des Blog so sinnig lautet, auf meine Gedanken. Aus dem In- oder Ausland, immer aber aus meinem und nur meinem Kopf. Was in so einem Kopf alles vorgeht und was ein Kopf und die darin herumwirbelnden Gedanken alles anrichten k\u00f6nnen, ist schon ein Kapitel f\u00fcr sich. Alleine all die St\u00f6rungen, N\u00f6te und Sorgen, die einem so ein Kopf bereiten kann und ich spreche hier wahrlich nicht von Kopfschmerzen nach dem dritten Glas Ros\u00e9. Schon unfassbar komplex dieses Gehirn und all seine Irrungen und Wirrungen, die letztendlich ja das wahre Selbst immer nur verschleiern oder haschen oder versuchen wegzuscheuchen. <\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte an einem besonderen Tag wie heute nat\u00fcrlich auch von der Misere sprechen, die man erlebt, wenn man morgens aus einem verhei\u00dfungsvollen r\u00f6mischen Sonnentag in ein waschelnasses Paris fliegt und \u00fcber die grafittibespr\u00fchte Peripherique kriecht. Oder davon, wie es ist, drei Mal die Woche Betten zu beziehen. Oder von meiner unerbittlichen Jagd auf die Pariser Motten, der ich nun mit t\u00e4tiger Unterst\u00fctzung von Schlupfwespen nachgehe. Wobei es mir ehrlich gesagt v\u00f6llig schleierhaft ist, wie das funktionieren soll, denn sie kommen in einem kleinen flachen Streichholzsbriefchen und k\u00f6nnen meiner Meinung nach nicht gut atmen in diesem. Und woher sollen sie dann wissen, dass jetzt der Moment zum Ausschw\u00e4rmen ist und nicht im Briefumschlag? Das Internet, mein steter Ratgeber, ist hier nicht sehr aufschlussreich und so muss ich auf Gott vertrauen und auf die hochgiftige Spr\u00fchflasche, die ich zur Sicherheit auch noch gekauft habe und der ich mit all den Totenk\u00f6pfen drauf fast noch mehr vertraue als den kleinen Wespen. Und \u00fcberhaupt, ist das nicht den Teufel mit dem Beelzebub austreiben? Wer will schon Wespen? Und gehen die wieder, wenn sie satt sind? Oder werden sie gro\u00df und noch hungriger und greifen um sich? Egal, momentan plagen mich &#8211; an unserem Jubeltag! &#8211; ganz andere, nicht minder schwere Sorgen. Es sch\u00fcttet cani e gatti, wie man in Italien so sch\u00f6n sagt, chiens e chats, Hunde und Katzen. Meine Fenster waren geputzt und ich habe nur sommerliche Garderobe dabei, das andere haben leider die Motten gefressen und so vermeide ich es, ihnen teuren, warmen Nachschub zu bringen. <\/p>\n<p>Welches Thema ist also w\u00fcrdig und geeignet f\u00fcr einen besonderen Tag wie diesen? Eigentlich jedes. Denn jedes entspringt einem Gedanken. Und um nichts anderes geht es, wenn man nicht immer bei denen ist, die einem nahe sind. Ihnen aus der Ferne nahe zu sein. Und sich mit ihnen auszutauschen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also da bin ich nun doch stolz drauf. Zumal ich vor einigen Wochen auf der Lesung eines von mir hochgesch\u00e4tzten Kolumnisten war und der hat mit der Leserreise seine 1001 Kolumnen gefeiert. 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