{"id":2802,"date":"2016-02-28T09:50:39","date_gmt":"2016-02-28T09:50:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2802"},"modified":"2016-03-08T21:26:39","modified_gmt":"2016-03-08T21:26:39","slug":"totti-goal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2802","title":{"rendered":"Totti Goal"},"content":{"rendered":"<p>Wie die meisten Leser inzwischen wissen d\u00fcrften, haben wir das gro\u00dfe Gl\u00fcck, oft auch in Rom leben zu k\u00f6nnen. Die Motivationen, dies zu tun, waren und sind vielf\u00e4ltig, meist m\u00fcssen wir sie nicht mehr erkl\u00e4ren, wenn Menschen einmal da gewesen sind. Selbst unsere vogelwilde Gegend steckt voll von r\u00f6misch-italienischem Zauber, der einfach unvergleichlich ist. F\u00fcr meinen Mann war Rom der Ort, an dem er laufen gelernt hat und seine ersten Erfahrungen im Cinquecento seiner Mutter mit dem r\u00f6mischen Verkehr hatte. Die ersch\u00fctternde Furchtlosigkeit und ich m\u00f6chte sagen &#8211; er liest den Blog fast nie &#8211; unbedachte Tollk\u00fchnheit hat er wohl quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Ebenfalls in dieser, zumindest aber irgendwie in seiner kindlichen Pr\u00e4gung, die angeblich sowieso mit vier Jahren abgeschlossen sein soll, wurde die zweitgr\u00f6\u00dfte Liebe seines Lebens gelegt, die Roma.<\/p>\n<p>Es war immer schon eine Liebe, die mit gro\u00dfen Leiden einherging. Die Roma ist und war &#8211; anders als die Mannschaften der Gro\u00dfkopferten und des Geldes &#8211; immer eine Mannschaft, die unvergleichlich tragisch verlieren konnte, Missgeschicke erdulden musste und sagenhaft spektakul\u00e4r gewinnen konnte. Stadionsprecher und vereinsnaher Sangesbarde Antonello Venditti hat seinen Teil zur Glorie des Stadtvereins beigetragen mit seinen aufw\u00fchlenden musikalischen Lobpreisungen der Giallo-Rosso (i). &#8222;Roma, Roma, Roma&#8220; oder &#8222;Grazie Roma&#8220; geh\u00f6rten unausgesprochen zum Pflichtprogramm vor dem Gang zum Altar und so konnte ich &#8211; lange bevor ich ein Schnitzel bestellen konnte &#8211; die Vereinsges\u00e4nge nachts um drei im Halbschlaf ausw\u00e4ndig runtersingen. Anmerken m\u00f6chte ich an dieser Stelle etwas nachtreterisch, dass ich sie wesentlich tonsicherer interpretiere als mein Mann. <\/p>\n<p>Zu Beginn unserer r\u00f6mischen Zeit, also vor 17 Jahren, als wir noch regelm\u00e4\u00dfig im Stadion waren und es wirklich noch ein Spa\u00df war, bei dem man nicht gro\u00df um Eskalationen oder seinen Heimweg f\u00fcrchten musste, kannte ich auch noch fast alle Spieler und ihre Eigenheiten. Das waren die Jahre des gro\u00dfen Francesco Totti, dem Bimbo d&#8217;oro, des Goldkindes. Er war und ist die Seele der Mannschaft, nie hat er anderswo gespielt. Und das seit 1993. Das ist eine lange Zeit. Die Buben, die zu dieser Zeit geboren worden sind, sind mit Totti als r\u00f6mische Legende gro\u00df geworden. Wie w\u00fcrden sie es nun finden, mit dieser Legende zu spielen? W\u00fcrden sie vielleicht immer respektvoll abwarten, was er macht, h\u00e4tten sie Sorge, ihm einen genialen Spielzug zu vermasseln? W\u00fcrden sie sich trauen, ein anderes Man\u00f6ver zu spielen? Eben! Sie sind mit der Legende, dem fu\u00dfballerischen \u00dcbervater aufgewachsen und genau das hemmt sie nun, wie an den letzten Spielen zu beobachten ist. Und weil Totti seine Roma \u00fcber alles liebt, wird er sicher auch das Richtige tun.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie die meisten Leser inzwischen wissen d\u00fcrften, haben wir das gro\u00dfe Gl\u00fcck, oft auch in Rom leben zu k\u00f6nnen. Die Motivationen, dies zu tun, waren und sind vielf\u00e4ltig, meist m\u00fcssen wir sie nicht mehr erkl\u00e4ren, wenn Menschen einmal da gewesen sind. Selbst unsere vogelwilde Gegend steckt voll von r\u00f6misch-italienischem Zauber, der einfach unvergleichlich ist. 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