{"id":2784,"date":"2016-02-21T09:50:36","date_gmt":"2016-02-21T09:50:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2784"},"modified":"2016-02-21T09:50:36","modified_gmt":"2016-02-21T09:50:36","slug":"packen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2784","title":{"rendered":"Packen"},"content":{"rendered":"<p>Nach vielen sch\u00f6nen Jahren Liebe und Ehe gibt es das ein oder andere ungeschriebene Gesetz, das &#8211; ungeachtet dessen, ob man es versteht oder nicht &#8211; geachtet, ja gar heilig gehalten wird. Mein Mann z\u00e4hlt zu den ausgesprochen pflegeleichten und zauberhaften Ehem\u00e4nnern, der sich f\u00fcrchterlich freut, wenn f\u00fcr ihn gekocht und gesorgt wird, was sich gut trifft, da ich das andersherum auch sehr gern tue. In einer Angelegenheit ist jedoch auch mit ihm keineswegs zu spa\u00dfen: Beim Packen. Schon unsere erste Reise im allerwildesten Rausch der Verliebtheit wurde mit den Worten eingeleitet: Bei uns war das fr\u00fcher immer so,  meine Mutter und alle anderen haben das, was sie mitnehmen wollten, bereit gelegt und ich habe es eingepackt. Wie sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Nun ist es leider so, dass ich ein sequenzieller Spontanpacker bin. Also ich gr\u00e4me mich wechselnd, was ich alles brauche, nicht mitnehmen kann, unbedingt brauche, auf das ich keinesfalls verzichten kann und werfe es &#8211; zun\u00e4chst unter beinahe asketischer Sparsamkeit &#8211; in den Koffer und lasse den Koffer dann ruhen. Nach dem ersten selbstauferlegten Spar- und Selbstbeschr\u00e4nkungswahn werfe ich dann kurz vor der Abreise noch panisch Einiges (Zahlreiches) hinein. Meist sind das schwarze Kaschmirpullis, Unterw\u00e4sche (entweder ich reise komplett ohne und hab mir auf diese Art und Weise schon ein beachtliches Sammelsurium an nicht zusammenpassenden Teilen zugelegt, denn dann m\u00f6chte man sich ja nicht auch noch f\u00fcr Schusseligkeit belohnen) und gro\u00dfe Schals. Dann stelle ich fest, dass ich &#8211; wenn ich nicht mit dem Flugzeug verreise &#8211; doch besser eine Schuhtasche aufmache und ist das geschehen, ist es um mich geschehen. Dann ist ja wieder Platz.<\/p>\n<p>Mein Mann ist da \u00e4u\u00dferst geduldig und hat verstanden, dass die Dauer einer Reise bei uns meist nur noch mit der Anzahl der sauberen Unterw\u00e4sche variiert und wir auch f\u00fcr ein Wochenende mit einem gro\u00dfen Koffer verreisen m\u00fcssen. In den Wintermonaten haben wir f\u00fcr solch brenzlige Situationen eine wunderbare L\u00f6sung gefunden, denn er ist Herr unserer Skitasche. Diese ist &#8211; und das ist gemein &#8211; eine mannsgro\u00dfe Tragetasche aus seinen wilden Eishockeyzeiten. In die schlichtet er mit manisch anmutender Pr\u00e4zision unsere Habseligkeiten und alles hat seinen Platz. Er wei\u00df, was wo liegt, zupft es mit spitzen Fingern heraus und legt es auch an genau diesen Platz wieder zur\u00fcck. Zum Beispiel, wenn mir einf\u00e4llt, dass wir unsere Skikarten noch zur\u00fcckgegeben m\u00fcssen. Das funktioniert pr\u00e4chtig und ich k\u00f6nnte auch wirklich zufrieden sein, w\u00e4re da nicht eine andere kleine zauberhafte Eigenheit, die mich irgendwann noch in den Wahnsinn treibt: Das v\u00f6llig wahllose Hineinwerfen von Habseligkeiten in meine Handtasche. Aber ganz ehrlich, das ist so ein elementares Thema, ich denke, es verdient einen eigenen Blogbeitrag. Ich muss jetzt eh weiter packen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach vielen sch\u00f6nen Jahren Liebe und Ehe gibt es das ein oder andere ungeschriebene Gesetz, das &#8211; ungeachtet dessen, ob man es versteht oder nicht &#8211; geachtet, ja gar heilig gehalten wird. 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