{"id":2742,"date":"2016-02-01T09:41:55","date_gmt":"2016-02-01T09:41:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2742"},"modified":"2016-02-01T09:42:59","modified_gmt":"2016-02-01T09:42:59","slug":"frauen-und-maenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2742","title":{"rendered":"Manche M\u00e4nner und Menschen"},"content":{"rendered":"<p>In einer fr\u00f6hlichen Tischrunde fiel zu sp\u00e4ter Stunde einmal der denk- und zitierw\u00fcrdige Satz: &#8222;Das gilt jetzt aber f\u00fcr alle Menschen, auch f\u00fcr M\u00e4nner!&#8220;. Was haben wir gelacht und uns auf die Schenkel geklopft. Das ist so lange lustig, so lange man leben kann wie wir es zum Gro\u00dfteil tun. Vielen Frauen hingegen m\u00f6gen M\u00e4nner durchaus wie eine v\u00f6llig fremde Spezies erscheinen. Eine, die aus Spa\u00df oder Frust zuschl\u00e4gt, ausbeutet, verh\u00f6hnt, missbraucht. Wie bei den meisten Paralleluniversen bekommen wir in unserem selbst gew\u00e4hlten Mikrokosmos aus Freunden, Traumm\u00e4nnern und Familie nicht sehr viel davon mit. Oft blenden wir selbst beim Medienkonsum Nachrichten mit bestimmten Inhalten einfach aus. Aber manchmal dringen sie eben doch zu uns durch. Wie die Begnadigung von Madame Jacqueline Sauvage in Frankreich. Seit ihrem 19. Lebensjahr wurde sie demnach von ihrem Mann misshandelt bis sie ihn schlie\u00dflich nach 47 Jahren Martyrium erschossen hat. <\/p>\n<p>Diese Frau hatte Nachbarn, hatte Familie, arbeitete in einem Unternehmen. Bestimmt haben einige gewusst, dass ihr Mann nicht gerade zimperlich war. Oder noch perfider, er war es nur zu hause hinter verschlossenen T\u00fcren nicht und in der \u00d6ffentlichkeit ein Charmeur. Die Damen, die ihr beziehungsweise das Geld ihrer Zuh\u00e4lter auf den Stra\u00dfen Roms verdienen m\u00fcssen, werden hingegen v\u00f6llig sichtbar platziert. Sie werden pr\u00e4sentiert, wo sie gesehen und nachgefragt werden: in aller \u00d6ffentlichkeit an der Stra\u00dfe. Zum Beispiel gegen\u00fcber des Pinienhains in Ostia, den Familien am Wochenende zum Picknicken, Spielen und Erholen nutzen. Wenn der Papa dann gegessen hat, \u00fcberquert er die Stra\u00dfe und holt sich sein Dessert. Da Kontrollen und Verbote naturgem\u00e4\u00df nichts ausrichten konnten, wurde nun zu einfacheren Mitteln gegriffen. Die Stadt hat \u00e4u\u00dferst massive und imposante Holzbalken entlang der Stra\u00dfe angebracht, damit Autos nicht mehr halten k\u00f6nnen. Was n\u00e4mlich bei einigen M\u00e4nnern offenbar noch ausgepr\u00e4gter ist als der Trieb, ist die Faulheit und wer nicht einfach vorfahren kann, spielt halt eine Runde Pingpong mit dem Sohnemann. Oder geht auf einen Karnevalsumzug. <\/p>\n<p>Die libanesische Journalistin Joumana Haddad hat als Erkl\u00e4rung, Antwort und Aufruf auf all diese Umst\u00e4nde v\u00f6llig zu Recht einen Gastbeitrag in der Zeit ver\u00f6ffentlicht, in dem sie &#8211; h\u00f6rt, h\u00f6rt &#8211; Ursache und Mitverantwortung solcher Miseren auf die Frauen, respektive M\u00fctter zur\u00fcckf\u00fchrt. Sie h\u00e4tten die M\u00f6glichkeit, Kinder zu besseren M\u00e4nnern zu erziehen, zu M\u00e4nnern, vor denen sich keiner f\u00fcrchten muss, zu M\u00e4nnern, die eben auch Menschen und keine triebgesteuerten, verw\u00f6hnten Idioten sind. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer fr\u00f6hlichen Tischrunde fiel zu sp\u00e4ter Stunde einmal der denk- und zitierw\u00fcrdige Satz: &#8222;Das gilt jetzt aber f\u00fcr alle Menschen, auch f\u00fcr M\u00e4nner!&#8220;. Was haben wir gelacht und uns auf die Schenkel geklopft. 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