{"id":2662,"date":"2015-12-29T21:18:30","date_gmt":"2015-12-29T21:18:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2662"},"modified":"2015-12-31T15:24:42","modified_gmt":"2015-12-31T15:24:42","slug":"jubel-trubel-heiterkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2662","title":{"rendered":"Jubel, Trubel, Ohrenst\u00f6psel"},"content":{"rendered":"<p>Also diese letzten Tage hatten es echt in sich. Nicht nur, dass ich jeden bis auf einen Tag in den letzten zehn Tagen ein Festessen hatte, viele davon selbst gekocht, es war nat\u00fcrlich auch noch Weihnachten in allen Variationen, Freundetreffen auch in allen Variationen und das Wiedersehen von Familienmitgliedern, die man sonst eher selten sieht. Daf\u00fcr sind wir ins wundersch\u00f6ne, komplett schneefreie S\u00fcdtirol gefahren, haben dort das ehemalige Pr\u00e4sidentenehepaar beim Einkaufen im Supermarkt gesehen und einen tr\u00e4umenden Elefanten bewundert, wir waren im entspannt-mond\u00e4nen Meran, im weltoffenen Bozen und sind schlie\u00dflich in mein geheimes Traumziel zwischen den Jahren gefahren, nach Venedig. <\/p>\n<p>Treue Leser erinnern sich, dass ich hier letztes Jahr mein Meeresfr\u00fcchtetrauma \u00fcberwunden habe und meinen Mann im letzten Jahr an den Rand des Ruins gefuttert habe. Und weil das so sch\u00f6n war, geisterte der Gedanke &#8222;Venedig&#8220; schon seit einigen Wochen unstet in meinem Kopf herum. Zuerst war er v\u00f6llig absurd, weil wir ja &#8211; wie viele andere &#8211; Skifahren gehen wollten. Dann aber, als ich zum Gl\u00fcck unser Hotel storniert hatte, weil das Wetter eher fr\u00fchlingshaft als schneesicher war, wurde er st\u00e4rker und st\u00e4rker und gestern dann, im sonnigen Meran, brach er alle Bahnen und traf mit seiner gewaltigen Flutwelle auch direkt ins Ohr meines lieben Mannes, der sich freudig an die Wonnen in unserem Silvesterrestaurant und die sonnigen Spazierg\u00e4nge durch winterleere Gassen erinnert hat. <\/p>\n<p>Heute Mittag sind wir also angekommen und wurden zum allerersten Mal seit wir hierher kommen, wahnsinnig positiv beim Hotelbetreten \u00fcberrascht. Nicht nur trug der Concierge die gleiche Weste wie mein Mann auf der Wiesn, er hat uns auch noch ein Upgrade gemacht und das Zimmer war sogar schon frei. Wir konnten so viel Gl\u00fcck kaum fassen und waren beinahe misstrauisch, was nicht einfach war bei der Sch\u00f6nheit des Foyers. Das Zimmer hat alles \u00fcbertroffen, was wir jemals in Venedig beschlafen hatten und wir sind im Gl\u00fccksrausch zur Piazza San Marco getaumelt um dort den ersten Spritz zu trinken. Ein netter Ober hat mir sogar frisch gest\u00e4rkte Tischdecken gegen die K\u00e4lte auf den Stuhl gelegt. Nach weiteren einpr\u00e4genden Erlebnissen, auf dem Weg zum Restaurant unserer Wahl, hatten wir jedoch das mit Abstand wunderbarste Erlebnis, denn eine winzige Kleinigkeit hatte mein und damit unser Gl\u00fcck bis dato getr\u00fcbt: ich hatte meine Ohrst\u00f6psel vergessen und die Apotheken waren schon geschlossen. Kurz vor unserem Restaurant kamen wir nun an einer Apotheke vorbei, zwar geschlossen, daf\u00fcr mit einem Automaten, der alles Wichtige f\u00fcr die Nacht bereit h\u00e4lt. Zwischen all den Kondomen, Tampons und Kopfwehtabletten fanden wir, was zu unserem gemeinsamen Gl\u00fcck noch gefehlt hat: Ohrst\u00f6psel aus weichem Gummi, denn mit denen aus Wachs kann ich nichts anfangen. Die gab es aber auch. \u00dcbrigens sa\u00dfen wir kurz danach neben dem Star aus &#8222;Robocop&#8220;, aber das war bei Weitem nicht so toll.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Also diese letzten Tage hatten es echt in sich. Nicht nur, dass ich jeden bis auf einen Tag in den letzten zehn Tagen ein Festessen hatte, viele davon selbst gekocht, es war nat\u00fcrlich auch noch Weihnachten in allen Variationen, Freundetreffen auch in allen Variationen und das Wiedersehen von Familienmitgliedern, die man sonst eher selten sieht. 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