{"id":2651,"date":"2015-12-26T15:33:17","date_gmt":"2015-12-26T15:33:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2651"},"modified":"2015-12-26T15:36:01","modified_gmt":"2015-12-26T15:36:01","slug":"weihnachten-reloaded","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2651","title":{"rendered":"Weihnachten reloaded"},"content":{"rendered":"<p>Traditionell ist der zweite Feiertag der Tag, an dem man wieder etwas zur Besinnung kommt und sich vornimmt, nie mehr etwas zu essen. Dann st\u00f6bert man wieder durchs Internet, bestellt sich normale Dinge wie Haarschampoo und zermartert sich das Hirn, wie m\u00f6glichst alles, was nicht gegessen wurde, zu einem sinnvollen Ganzen zusammengestellt werden kann und dann auch noch schmeckt. Ich habe dieses Jahr gut gehaushaltet und kann mit Fug und Recht sagen, dass von allem genau so viel da war, wie gegessen wurde, mit einer kleinen Extraportion, die man lieben Verwandten dann aufdr\u00e4ngen kann. Der Hirsch, der sich im Vorfeld ziemlich aufgespielt hat, hat nach einem langen Rotweinbad ein Einsehen gehabt und war so zart wie ihn sich Frau Hirsch zu Lebzeiten sicherlich oft gew\u00fcnscht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Der zweite Feiertag ist auch der Tag, an dem Zeit ist, sich B\u00fcchern zuzuwenden und sich zu freuen, wie gut einen Menschen kennen, neue Kosmetik auszuprobieren, was in dem Stadium von Alkohol- und Fleischgenuss sicherlich auch nicht schlecht ist und einfach so auf dem Sofa rumzuwellern. Kurzum, der zweite Feiertag ist an sich ein Weihnachten reloaded nur ohne Erwartung und Aufregung, sondern mit dem wohligen Gef\u00fchl, dass alles sch\u00f6n und gut war. Das Einzige, das dieses Jahr irritierend und auch problematisch war, ist das Wetter. Denn diejenigen unter uns, die nicht mit hoteltauglichen K\u00fchlschr\u00e4nken gesegnet sind, haben einen wichtigen Lagerort an die fr\u00fchlingshaften Temperaturen verloren: den Balkon. Und so musste ich dieses Jahr im Tagesverlauf immer wieder auf den Balkon und Lebensmittel dem Sonnenverlauf entsprechend umlagern. Dass das gut gegangen ist, habe ich heute Morgen best\u00e4tigt gesehen, als ich n\u00e4mlich mit all meinen G\u00e4sten der letzten Tage telefoniert hatte.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt macht man sich vermutlich viel zu viele Gedanken \u00fcber die Kocherei, denn bei meinem Streifzug durchs Netz habe ich erfahren, dass die wenigsten jungen Frauen heute noch kochen k\u00f6nnen und dass sie damit mit den jungen M\u00e4nnern gleichziehen. Wie schade. Was tut man denn dann die ganze Zeit? Ich &#8211; und die meisten meiner Freundinnen ebenso &#8211; kann mich ganz wunderbar beim Kochen entspannen und finde nichts sch\u00f6ner, als wenn ein Konzept aufgeht, was sich meist erst am Tisch zeigt und die Sache spannend macht. Wof\u00fcr nutzen Menschen, die ihre Tage nicht mehr auf dem Feld arbeiten m\u00fcssen, Autos haben und eine Waschmaschine &#8211; oder gar Zugehfrau &#8211; ihre Zeit? Die Armen schauen wahrscheinlich schlimme Filme oder spielen irgendwas oder sehen sich Kochshows an.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Traditionell ist der zweite Feiertag der Tag, an dem man wieder etwas zur Besinnung kommt und sich vornimmt, nie mehr etwas zu essen. 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