{"id":2582,"date":"2015-11-24T16:17:31","date_gmt":"2015-11-24T16:17:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2582"},"modified":"2015-11-24T16:23:11","modified_gmt":"2015-11-24T16:23:11","slug":"alles-unter-kontrolle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2582","title":{"rendered":"Alles unter Kontrolle"},"content":{"rendered":"<p>So, jetzt bin ich heute Mittag von Rom nach M\u00fcnchen geflogen. Ger\u00fcstet und bereit zu \u00e4u\u00dferster Kooperation mit den sicherlich gestressten Sicherheitskontrolleuren und Flughafenmitarbeitern, auf alles vorbereitet bei der Anreise, bin ich bereits zwei Stunden vor Abflug in Richtung Flughafen geeilt. Mein liebster Lieblingstaxifahrer Marco, der eine nahezu preussische Seele unter seinem italienischen \u00c4u\u00dferen verbirgt (siehe Beitrag von gestern, es geht halt doch immer um Menschen und fast nie um Nationalit\u00e4ten, h\u00f6chstens um deren ungewohnte Gewohnheiten, die einen erz\u00fcrnen), war sogar noch vor der Zeit da, weil er mich mit meinen kleinen Schw\u00e4chen inzwischen in- und auswendig kennt und mir das Leid der Nervosit\u00e4t ersparen m\u00f6chte, wenn er nur p\u00fcnktlich und nicht f\u00fcnf Minuten vorher da ist. <\/p>\n<p>Wir sind also in Richtung Flughafen gest\u00fcrmt, keineswegs behindert durch weitere Fahrzeuge, denn auf den Stra\u00dfen war es so d\u00f6rflich leer wie vorher schon im Zentrum. Vielleicht die \u00fcbliche Novemberflaute, vielleicht aber auch Folgen der aktuellen Reiselage. Dann am Flughafen angekommen, war ich umso mehr bereit, mich klaglos allen, aber auch allen Schikanen zu stellen. Milde wollte ich sein, verst\u00e4ndnisvoll und in Sorgfalt best\u00e4tigend. Was soll ich sagen? So leer habe ich die Kontrollen noch niemals gesehen. Fr\u00fcher, wenn ich mit meinem zauberhaften kleinen Hund gereist war, mussten wir uns an meterlangen Schlangen mit unseren Taschen, Leinen und so weiter abqu\u00e4len. Nun haben mich gleich zwei eifrige und erwartungsfroh l\u00e4chelnde Kontrolldamen eingeladen, doch bei ihnen meine Sachen durchlaufen zu lassen. <\/p>\n<p>Schweren Herzens habe ich mich f\u00fcr diejenige entschieden, die nicht mal einen anderen Fluggast vor mir hatte, sondern ganz leer war. Gerechtigkeit muss sein. Boardingpass? Ja, auf dem Handy. Computer? Ja, liegt schon drin. Ob ich den Foto auch hineinlegen soll? hab ich hoffnungsfroh gefragt, nein. Was f\u00fcr Schuhe? In streberhaftem, vorauseiligem Gehorsam hab ich sie einfach sofort von mir geworfen und sachte aufs Band gelegt. Und dann kam der Ernstfall: trotzdem ich quasi nichts mehr anhatte, habe ich gepiepst und bin &#8211; wie die letzten Fl\u00fcge immer &#8211; auf Drogen untersucht worden. Ich nehme an, es liegt daran, dass ich von M\u00fcnchen nach Italien Jodsalz dabei hatte und nun Tr\u00fcffelk\u00e4se und Salami. Und feinsten, dicht gewachsenen Ruccola. Sonst ist auch nichts gefunden worden und so hatte ich knappe zwei Stunden Zeit, selbige totzuschlagen. Eigentlich eine prima Reisezeit im Moment.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So, jetzt bin ich heute Mittag von Rom nach M\u00fcnchen geflogen. Ger\u00fcstet und bereit zu \u00e4u\u00dferster Kooperation mit den sicherlich gestressten Sicherheitskontrolleuren und Flughafenmitarbeitern, auf alles vorbereitet bei der Anreise, bin ich bereits zwei Stunden vor Abflug in Richtung Flughafen geeilt. 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