{"id":2514,"date":"2015-10-27T18:15:40","date_gmt":"2015-10-27T18:15:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2514"},"modified":"2016-01-13T13:28:10","modified_gmt":"2016-01-13T13:28:10","slug":"charlotte-sophie-und-christophe-lernen-sich-kennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2514","title":{"rendered":"Charlotte &#8211; Sophie und Christophe lernen sich kennen"},"content":{"rendered":"<p>Es lebte einmal ein M\u00e4dchen im Norden Frankreichs. Sie war war zart und blond, mit feinen Z\u00fcgen und hellen, fragenden Augen. Ihr Name war Sophie. Sophie war ein stilles und eher sch\u00fcchternes M\u00e4dchen, das viel zuhause am Klavier spielte und nicht viele Freundinnen hatte. Sie war das einzige Kind, ihr Bruder war kurz nach seiner Geburt gestorben und von diesem traurigen Ereignis hatten sich die Eltern, die so sehr auf einen Erben f\u00fcr ihr kleines Lebensmit-tel- und Weingesch\u00e4ft gehofft hatten, nie wirklich erholt. Sie lie\u00dfen es Sophie nie sp\u00fcren, aber sie merkte selbst, dass der Bruder mehr da war, nachdem er tot war, als er es je h\u00e4tte le-bendig sein k\u00f6nnen. Sophie war ein gutes M\u00e4d-chen, sie war flei\u00dfig in der Schule und nach den Hausaufgaben half sie selbstverst\u00e4ndlich im Laden aus. Dort war es auch, als sie Chri-stophe zum ersten Mal sah. Er war mit seinem Vater in die N\u00e4he ihres St\u00e4dtchens gereist, weil dort ein Futterproduzent sein neues Futter pr\u00e4sentiert hatte. Sie sah ihn das erste Mal, als sie siebzehn war. Er kaufte Zigaretten im Laden ihrer Eltern w\u00e4hrend sie gerade Cornflakespackungen einsortierte. Und als sie ihn sah, war es um sie geschehen. \u00c4u\u00dferlich war er das kom-plette Gegenteil von ihr. Wo sie zarte rotblonde Haare hatte, wuchsen ihm wilde, dicke und rabenschwarze Locken. War ihre Haut zart und voller Sommersprossen, hatte seine die Farbe von Oliven. Seine H\u00e4nde waren riesig, genau wie er. Aber seine Stimme war wie Musik in ihren Ohren. Voll, tief, melodisch und vor allem so warm wie sie glaubte, niemals zuvor, eine ge-h\u00f6rt zu haben. Sie hoffte so sehr, dass er doch mehr kaufen w\u00fcrde als diese Packung Zi-garetten. Aber er tat es nicht. Als er bezahlte und den Laden verlie\u00df, glaubte sie, ihr Herz m\u00fcsste brechen. Und dann fasste sie einen k\u00fchnen Entschluss. Rasch zog sie den Kittel aus, sagte ihrer Mutter, dass sie eine Verabre-dung vergessen h\u00e4tte und rannte ihm nach.<br \/>\nEr hatte lange Beine und war offenbar das Lau-fen \u00fcber Felder gewohnt, denn seine Schritte war doppelt so gro\u00df wie die von Sophie und sie musste sich sehr anstreben, ihn einzuholen. Als sie endlich vor ihm stand, wusste sie nicht, was sie sagen sollte. Aber das war auch gar nicht n\u00f6tig. Christophe starrte sie zuerst ungl\u00e4ubig an und dann ging ein L\u00e4cheln \u00fcber sein Gesicht, das alles Harte daraus verbannte und die Welt um die beiden h\u00f6rte auf zu existieren.<br \/>\nBald geht&#8217;s weiter.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es lebte einmal ein M\u00e4dchen im Norden Frankreichs. Sie war war zart und blond, mit feinen Z\u00fcgen und hellen, fragenden Augen. Ihr Name war Sophie. 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