{"id":248,"date":"2014-06-03T14:17:40","date_gmt":"2014-06-03T14:17:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=248"},"modified":"2014-06-03T14:26:32","modified_gmt":"2014-06-03T14:26:32","slug":"lunch-for-one","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=248","title":{"rendered":"Lunch for one"},"content":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich kann man seinen Mann nicht auf eine Gesch\u00e4ftsreise begleiten und dann gram sein, weil er auch tats\u00e4chlich Gesch\u00e4fte machen muss. Das hei\u00dft, man k\u00f6nnte schon, aber es br\u00e4chte nicht viel au\u00dfer Verdruss f\u00fcr beide. Da ist es doch viel kl\u00fcger, nach einer verregneten und damit sehr stimmungsvollen Sightseeing-Bus-Tour alleine in das Restaurant zu gehen, in das man an sich zu zweit wollte. Disziplinierte Frauen w\u00fcrden diesen Umstand zwar f\u00fcr ein Lunch (und Dinner) Cancelling nutzen, aber das kann wirklich kaum einer von mir verlangen. Und so war ich heute Mittag sehr glamour\u00f6s alleine beim Mittagessen. Und ich muss gestehen: Ich LIEBE einsame Mittagessen. Abends w\u00fcrde ich das niemals tun, aber mittags. Es hat &#8211; und jetzt lachen Sie bitte nicht &#8211; zumindest f\u00fcr mich den Hauch des Verwegenen. Ich m\u00f6chte nicht so weit gehen und sagen des Emanzipierten (denn nat\u00fcrlich bin ich hoch emanzipiert, quasi die Speerspitze der Emanzipation, sollte es so etwas geben), aber ich f\u00fchle mich bei einem Mittagessen alleine nur noch einen Schritt davon entfernt, wie la Belle du Jour durch den Tag zu schweben.<br \/>\nGesch\u00e4ftsbedingte alleinige Mittagessen sind nat\u00fcrlich \u00fcberhaupt kein geltender Vergleich. Das macht man, weil man Hunger hat, man st\u00f6bert Unterlagen durch, bereitet sich auf Pr\u00e4sentationen vor und \/ oder erholt sich von solchen. Das sind Nutz- und Zweckessen. Aber solche Luxusessen, vielleicht noch in einer fremden Stadt, wie herrlich frei lassen sie einen f\u00fchlen. Wie erwachsen (ja, jaha, ich wei\u00df es). Die Ober begegnen einem ganz anders und ich habe es nicht mal im \u00fcberf\u00fclltesten Restaurant erlebt, dass ich keinen Platz bekomme. Eines meiner markantesten alleinigen Mittagessen (nicht, dass Sie jetzt denken, mein Mann vernachl\u00e4ssige mich, im Gegenteil, er f\u00fcttert mich unentwegt und ich k\u00f6nnte aus lauter Solidarit\u00e4t mit ihm prima auch auf ein Mittagessen verzichten) fand in der Brasserie Lipp in St. Germain statt. Der sonst recht emotionslose und tendenziell schroffe Maitre d&#8216; ging sogar soweit, mich mit den Worten &#8222;Bonjour Mademoiselle&#8220; zu begr\u00fc\u00dfen und als ich mir dann noch ein Glas Champagner bestellt habe, war es um ihn (in der Folge auch um mich) geschehen.<br \/>\n\u00c4hnlich war es heute in London.\u00a0Zwar ein italienisches Restaurant (habe von Naomi Campbell gelernt!), aber in einer sch\u00f6nen Gegend und alleinessende Damen werden von italienischen Kellnern qua natura ganz besonders liebevoll umsorgt. Ich konnte gar nicht so schnell trinken, wie das Pellegrino nachgeschenkt wurde. Einfach ganz wunderbar. Am allerwunderbarsten ist ein Mittagessen allerdings mit meinem Mann. Das muss hier mal gesagt sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nat\u00fcrlich kann man seinen Mann nicht auf eine Gesch\u00e4ftsreise begleiten und dann gram sein, weil er auch tats\u00e4chlich Gesch\u00e4fte machen muss. 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