{"id":2290,"date":"2015-08-21T18:30:24","date_gmt":"2015-08-21T18:30:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2290"},"modified":"2015-08-21T18:34:57","modified_gmt":"2015-08-21T18:34:57","slug":"ciao-vacanze-romane","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2290","title":{"rendered":"Ciao Vacanze Romane!"},"content":{"rendered":"<p>So traurig so ein Ferienende ja letztlich immer ist, so muss ich doch sagen: noch ein bisschen und es w\u00e4re in Arbeit ausgeartet. Morgens hasten wir aus dem Haus, um auch ja rechtzeitig mit Paschquqale an der Bar H\u00f6rnchen und Cappuccino zu nehmen und uns \u00fcber die skandal\u00f6sen Machenschaften von ostiensischen Politikern unterrichten zu lassen, dann haben wir ein bisschen Zeit f\u00fcr uns, mittags dann sausen wir hoch, Alberto und Erminia begr\u00fc\u00dfen, die uns mit Feigen von ihrem nimmerm\u00fcden Baum und selbstgekeltertem Wein erwarten. Dann noch ein kleiner Schreiplausch mit Massimo \u00fcber die Stimmen der drei\u00dfig Jugendlichen hinweg, die hinter uns Karten spielen oder sich ermorden (dem Ger\u00e4uschpegel nach zu urteilen) und dann kommt auch schon der Capo mit seiner Frau und seinem (missratenen, wie wir seit heute wissen, dazu sp\u00e4ter mehr) Sohn.<\/p>\n<p>Alsdann gehen wir entweder nochmal zu Alberto und Erminia und trinken Caff\u00e8 mit ihnen und dann zur\u00fcck an den Strand um zu schlafen. Meist kommt in der Zwischenzeit der Capo an seinen Platz und seine sonore Stimme lullt mich in den Schlaf. Heute hingegen, k\u00fchn geworden, weil es der letzte Tag ist, habe ich keck hin\u00fcbergeworfen (hin\u00fcber ist ein weites Wort, wir liegen quasi aufeinander, weil wir mit dem Schatten wandern und er nicht), dass wir ja nun tats\u00e4chlich mal zusammen wach sind, denn normalerweise schnorchelt er selig, wenn wir wach sind und dann nach hause fahren. Das war der Anlass f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch, das in anderen L\u00e4ndern und zu anderen Uhrzeiten zwangsl\u00e4ufig in einem tr\u00e4nenreichen Gelage geendet h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Was haben wir nicht alles gemeinsam! Der Capo ist ein passionierter und wohl auch durchaus patenter Musiker und f\u00fcllt so manchen Saal und seine Frau ist eine Romanista erster Kategorie. Allein das schwei\u00dft unfassbar zusammen. F\u00fcr seine Frau hat er die Leitung des MOMA in New York abgelehnt, nicht dass man uns die jemals angeboten h\u00e4tte, aber Paris ist ja schlie\u00dflich auch Ausland oder?! Als er sagte, dass letztes Jahr ein wunderbarer Freund von ihm, Gitarrist seines Zeichens gestorben ist, wusste mein Mann sofort, wer es war und beide sa\u00dfen mit hohen G\u00e4nsehauth\u00fcgeln da und haben sich angeh\u00f6rt, was dieses tragische Genie unserem Capo immer an St\u00fccken zugeschickt hatte, bevor sie ins Studio durften. Also alles in allem: wir haben heute gerade nochmal so den Absprung in unseren ruhigen Alltag geschafft. Bis n\u00e4chstes Jahr! Zur Einstimmung auf die Heimat gibts ein Allg\u00e4uer B\u00fcble Bier, das wir hier zuf\u00e4llig gefunden haben. Schmeckt scheu\u00dflich. Ein bitterer Abschied ist es doch. Dieser missratene Bub ist \u00fcbrigens Laziale und m\u00f6chte die riesige Gitarrensammlung seines Vaters sofort nach dessen Tod verscherbeln. Ich habe zu einer Stiftung geraten. Rotzbengel und dann auch noch so fehlgeleitet in seinem Geschmack. Dem schmeckt bestimmt auch das B\u00fcble-Bier.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So traurig so ein Ferienende ja letztlich immer ist, so muss ich doch sagen: noch ein bisschen und es w\u00e4re in Arbeit ausgeartet. 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