{"id":2238,"date":"2015-08-15T17:47:03","date_gmt":"2015-08-15T17:47:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2238"},"modified":"2015-08-15T17:50:51","modified_gmt":"2015-08-15T17:50:51","slug":"ferragosto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2238","title":{"rendered":"Ferragosto"},"content":{"rendered":"<p>Nach zwei zwar sehr unterbrochenen, dennoch regelm\u00e4\u00dfig pr\u00e4senten Wochen kann ich mit Fug und Recht sagen, dass wir am Strand als fest eingeplante Gr\u00f6\u00dfen angekommen sind. Woran ich das merke? Nun, wir bekommen kleine Rabatte, Gef\u00e4lligkeiten wie Liegen zurecht R\u00fccken, Kopfnicken von allen Stammg\u00e4sten und &#8211; und das ist vermutlich der Ritterschlag &#8211; wir wurden in ein Gespr\u00e4ch mit dem Capo verwickelt. Nach so langer Zeit, die er schweigend, also nur in Bezug auf uns, liegend neben uns verbracht hat, ist es gestern aus ihm heraus gebrochen. Da wir auf der Schattenjagd quasi aufeinander liegen, denn er wandert nicht mit dem Schatten, sondern bleibt einfach da liegen, wo ihm Emilio irgendwann morgens die Liege aufstellt, waren wir beim pl\u00f6tzlich einsetzenden L\u00e4rm aus den Lautsprechern f\u00f6rmlich gezwungen, miteinander zu sprechen.<\/p>\n<p>Und was f\u00fcr Gespr\u00e4che das waren! Er ist Architekt und hat schon in Berlin gebaut. Damit er nicht auf die absurde Idee kommt, das sei f\u00fcr einen Bayern eine besondere Auszeichnung oder dass gar Berlin Deutschland sei, habe ich ihm flugs erkl\u00e4rt, dass es zwar sein mag, dass er in Berlin gebaut hat, dass er jedoch ziemlich sicher von Bayern bezahlt wurde. Das Umlagesystem der F\u00f6rdermittel konnte ich bei einem an kriminelle Geldverschiebungen &#8211; zwar in seinem Fall von Nord nach S\u00fcd und nicht andersrum &#8211; gew\u00f6hnten Italiener schnell darlegen und als wir auch noch festgestellt hatten, dass es zwar nett sei, f\u00fcr die Jugend Musik auf dem Bretterboden der vernachl\u00e4ssigten Bar anzubieten, jedoch betr\u00fcblich, dass es sich nicht um nette Tarantellas oder gef\u00e4llige Gassenhauer aus den 50er Jahren handelt, waren wir von Stund an allerbeste Freunde.<\/p>\n<p>Heute hatten wir leider einen so kontr\u00e4ren Schlafrhythmus, dass sein sonores &#8218;Buon Ferragosto&#8216; nach allen Seiten mich in den Schlaf gewiegt hat und er in einen ersch\u00f6pften Schlummer gefallen war, w\u00e4hrend wir beim Wellenh\u00fcpfen waren, dass wir kein Wort miteinander gewechselt haben. Nun ja, alles kann man nicht haben. Daf\u00fcr gab es heute einen kleinen Triathlon unter den Strandpaaren, bei dem ich mir fast in die Badehose gemacht habe vor lauter Lachen und gestern wurden wir von unserem goldigen \u00e4lteren Ehepaar mit Feigen vom eigenen Baum bedacht und durften Zeugen werden, wie die italienische Jugend sich bei Gluthitze all die Schrittkombinationen aneignet, die sie dann zur Verwunderung der staunenden Wiesnbesucher beim Italienerwochenende &#8218;wie ein Mann&#8216; auff\u00fchren. Man denke nur an &#8218;Macarena&#8217;&#8230;Alles in allem durchaus gelungene und sch\u00f6ne Tage. Ich bleib dran. Ich schulde Mare ja noch den Strandsch\u00f6nling. Mein Mann hat ihn schon gesehen. Was sagt man dazu? <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zwei zwar sehr unterbrochenen, dennoch regelm\u00e4\u00dfig pr\u00e4senten Wochen kann ich mit Fug und Recht sagen, dass wir am Strand als fest eingeplante Gr\u00f6\u00dfen angekommen sind. Woran ich das merke? 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