{"id":2054,"date":"2015-06-25T19:01:08","date_gmt":"2015-06-25T19:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2054"},"modified":"2015-06-26T09:38:00","modified_gmt":"2015-06-26T09:38:00","slug":"das-kleine-im-grossen-das-grosse-im-kleinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=2054","title":{"rendered":"Das Kleine im Gro\u00dfen, das Gro\u00dfe im Kleinen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man an einem sonnigen Sommerabend durch Paris bummelt, wird einem bewusst, dass doch letztlich die meisten Menschen das Kleine im Gro\u00dfen suchen und wenn sie sich dann im Kleinen wohlf\u00fchlen, beginnen, das Gro\u00dfe im Kleinen zu suchen. Die Rue St. Honor\u00e9 ist sicherlich keine Stra\u00dfe, die f\u00fcr ihre gem\u00fctliche W\u00e4rme und Heimeligkeit bekannt ist und dennoch, lebt man bei ihr und mit ihr, mit ihrem Rhythmus und ihren Zeiten, so gibt es doch schon fast dorf\u00e4hnliche Rituale. Menschen winken einander aus Gesch\u00e4ften oder von Motorrollern zu oder halten ein kleines Schw\u00e4tzchen mit ihren Hunden auf dem March\u00e9 St. Honor\u00e9, der Metzger nickt mit seinem riesigen Beil in der Hand durch die Fensterscheibe, eigentlich ist alles noch viel kleiner als in einer Kleinstadt.<\/p>\n<p>New York soll deshalb so beliebt sein, weil es trotz der immensen Gr\u00f6\u00dfe eine sehr intakte und mehr als kleinst\u00e4dtische Stadtteilkultur hat. Von Berlin brauchen wir gar nicht reden, oder gar von Hamburg, da ordnen sich Menschen ausschlie\u00dflich Stadtteilen zu, nicht der Stadt. Und trotz oder wegen all der kleinst\u00e4dtischen Sicherheit, k\u00f6nnen die Einwohner dieser Gro\u00dfst\u00e4dte ebenjenes Angebot genie\u00dfen, das echte Kleinst\u00e4dte eben nicht bieten. Die Arbeitspl\u00e4tze, das kulturelle Angebot, die Parks, die sie nicht br\u00e4uchten, wenn sie auf dem Land lebten, das Verkehrssystem, das sie ebenfalls nicht br\u00e4uchten, wenn sie auf dem Land lebten, etc. <\/p>\n<p>Ich finde, hier zeigt sich wieder einmal, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt stolz darauf ist, selbst geschaffene Probleme gel\u00f6st zu haben. Denn letztlich k\u00f6nnte man all die vielgepriesenen Vorteile einer Gro\u00dfstadt auch in einer Kleinstadt haben, weil sie da normal w\u00e4ren und nicht als Luxus oder Mega-Errungenschaft, gar Service durchgingen. Sich in Paris dar\u00fcber zu freuen, weil man einen Platz in der Sonne ergattert hat, ist an sich ebenso l\u00e4cherlich, wie einen Sonnenstuhl im Park zu genie\u00dfen. An jedem anderen, kleineren Ort k\u00f6nnte man sich auf den Dorfplatz setzen und genau die gleiche Sonne genie\u00dfen. Nein, da bin ich heute etwas krawallig, wenn es um die wahnsinnig tolle Gro\u00dfstadt Paris oder New York oder Berlin oder was auch immer geht. Ich muss heute zum Flughafen und hier schlagen sich die Taxifahrer, da kann einem schon mal die Hutschnur platzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man an einem sonnigen Sommerabend durch Paris bummelt, wird einem bewusst, dass doch letztlich die meisten Menschen das Kleine im Gro\u00dfen suchen und wenn sie sich dann im Kleinen wohlf\u00fchlen, beginnen, das Gro\u00dfe im Kleinen zu suchen. 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