{"id":1943,"date":"2015-06-04T07:23:00","date_gmt":"2015-06-04T07:23:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=1943"},"modified":"2015-06-04T07:24:41","modified_gmt":"2015-06-04T07:24:41","slug":"andere-laender-andere-koerperteile","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=1943","title":{"rendered":"Andere L\u00e4nder, andere K\u00f6rperteile"},"content":{"rendered":"<p>In unterschiedlichen L\u00e4ndern scheint unterschiedlichen K\u00f6rperteilen besondere Aufmerksamkeit zuteil zu werden. In Italien sind es bei den Frauen sicherlich die Haare. Wenige Frauen gehen ohne exakt gestylte und gef\u00f6hnte Wellen aus dem Haus. Vespahelm, r\u00f6mische Sonne, Feuchtigkeit &#8211; scheinbar nichts kann diesen\u00a0seidig gl\u00e4nzenden M\u00e4hnen etwas anhaben. Man kommt automatisch zu dem neiderf\u00fcllten Schluss, dass offenbar alle Italienerinnen \u00fcber eine nahezu unanst\u00e4ndige Menge an dicken, gesunden und gl\u00e4nzigen Str\u00e4hnen verf\u00fcgen und wird sich seines eigenen Pferdeschwanzes schmachvoll\u00a0bewusst. Kein Mensch w\u00fcrde hier so etwas tragen. Egal, wie der Rest aussieht. Ich kann nicht gut f\u00f6hnen, mir schl\u00e4ft nicht nur der Arm ein, mich verl\u00e4sst auch die Geduld.<\/p>\n<p>In Frankreich hingegen ist alles an Haarstyling, was \u00fcber das an der Luft getrocknete, Gewellte und Mittelgescheitelte hinaus geht, pure Verschwendung. Ein Kl\u00e4mmerchen hier, ein hochgeschnurrter Dutt da, ab und zu ein quer gesteckter Bleistift auf dem Kopf, schon sitzt die Frisur. Daf\u00fcr wird ein unfassbar gro\u00dfer Aufwand mit den Fingern\u00e4geln getrieben. Gestern war ich mal wieder bei der Manik\u00fcre, da ich mich &#8211; wenn ich schon einen zwar italienuntauglichen, daf\u00fcr \u00fcberaus frankophilen Haarstil habe &#8211; ein wenig anpassen m\u00f6chte. Au\u00dferdem habe ich als guter Augsburger nat\u00fcrlich ein Abo gekauft (10 zahlen, 12 bekommen), das mich durchaus ein wenig herausfordert, weil ich ja gar nicht so oft da bin. Ich nehme \u00fcbrigens &#8218;\u00e0 l&#8217;Italienne` beim Lackieren.<\/p>\n<p>Bei der Manik\u00fcre also sa\u00dfen Frauen, denen ich liebend gerne mit meiner kleinen Handtaschenhaarb\u00fcrste mal durch die zerzauselten Federn gefahren w\u00e4re. W\u00e4hrend sie sich F\u00fc\u00dfe und H\u00e4nde sorgf\u00e4ltigst bearbeiten lassen, sehen Kleidung, Haut, der ganze Rest so betr\u00fcblich ungepflegt aus, dass man geneigt ist, sie abzuschrubben und neu einzukleiden. Mein junger Besuch, der gerade da ist, fragte mich auch ganz ratlos, wo denn nun die schicken Pariserinnen seien? Und ich kann nur immer wieder die Antwort geben: es ist die Attitude. Sie kombinieren einfach die f\u00fcrchterlichsten Dinge und tragen sie mit sehr viel Selbstbewusstsein. W\u00e4hrend ich diese Beobachten niederschreibe, gr\u00fcble ich dar\u00fcber nach, welches K\u00f6rperteil deutsche Frauen ganz besonders akkurat und liebevoll pflegen? Bin f\u00fcr jeden Tipp dankbar.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In unterschiedlichen L\u00e4ndern scheint unterschiedlichen K\u00f6rperteilen besondere Aufmerksamkeit zuteil zu werden. In Italien sind es bei den Frauen sicherlich die Haare. Wenige Frauen gehen ohne exakt gestylte und gef\u00f6hnte Wellen aus dem Haus. Vespahelm, r\u00f6mische Sonne, Feuchtigkeit &#8211; scheinbar nichts kann diesen\u00a0seidig gl\u00e4nzenden M\u00e4hnen etwas anhaben. 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