{"id":1808,"date":"2015-05-03T12:52:31","date_gmt":"2015-05-03T12:52:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=1808"},"modified":"2015-05-03T20:07:48","modified_gmt":"2015-05-03T20:07:48","slug":"katastrophenschutz-einheit-schwanenwesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=1808","title":{"rendered":"Katastrophenschutz, Einheit Schwanenwesen"},"content":{"rendered":"<p>Wof\u00fcr es nicht alles Berufe gibt: Zum Schw\u00e4ne einfangen gibt es in Hamburg\u00a0den Katastrophenschutz, Untereinheit\u00a0Schwanenwesen. Wer h\u00e4tte das gedacht?\u00a0Die Schw\u00e4ne werden h\u00e4ndisch eingefangen, in Stroh bedeckte Boote verfrachtet und ins Winterquartier gefahren. Damit sie nicht erfrieren. Als ich das gesehen habe, war mein erster Gedanke angesichts der leichten Panik der Schw\u00e4ne: Ach herrje, die armen Tierle, die verstehen gar nicht, was mit ihnen geschieht. Aber etwas\u00a0an dem blauen Boot hat Erinnerungen wach gerufen. Erinnerungen an ein anderes blaues Boot, das in den letzten Wochen immer wieder von oben gefilmt und fotografiert, durch die Medien gegangen ist. Allerdings eines aus dem S\u00fcden Europas. Eines, das viel voller war. In den Gew\u00e4ssern vor\u00a0Sizilien.<\/p>\n<p>Da kommen nat\u00fcrlich Gedanken auf. Kann sich eine Nation, die sich ein Schwanenwesen leistet, nicht auch Fl\u00fcchtlinge leisten? Oder mehr Kinderg\u00e4rten? Oder Kaffee f\u00fcr die Bahnhofsmission? Nicht dass Schw\u00e4ne und Tiere nicht ausgesprochen wichtig w\u00e4ren. Ich muss zugeben, dass ich leichter Mitleid mit Tieren als mit Menschen empfinde. Tiere sind in meinen Augen immer unschuldig, Menschen nicht immer. Zum Beispiel Diejenigen, die all das Elend forcieren und gut daran verdienen. Die Schlepper. Die sind sicher nicht unschuldig. Nun gibt es Stimmen, unter anderem in einem neuen Buch, das zwei Italiener geschrieben haben, die sagen, man k\u00f6nne nicht die Schlepper verantwortlich machen, zumindest nicht ausschlie\u00dflich. Sie w\u00fcrden nur dem Prinzip von Angebot und Nachfrage folgen und ein Gesch\u00e4ft, das sich anbietet, durchziehen. Wie viele andere Menschen auch. Waffenh\u00e4ndler, Dealer, selbst \u00c4rzte.<\/p>\n<p>Haben sie recht? Darf man alle Gesch\u00e4fte machen, die sich anbieten? Reicht es zu sagen: wenn nicht ich es mache, macht es ein anderer? Gilt das dann nicht auch im Umkehrschluss? Wenn ich es nicht mache, macht es auch kein anderer? Zum Beispiel beim Helfen. Oder gilt da auch das Prinzip: ich brauche es nicht zu tun, es macht bestimmt ein anderer. Das Prinzip der (fehlenden) Zivilcourage im Alltag basiert darauf. Wird schon einer machen. Tut man alles selbst, weil man dann wei\u00df, dass es (ordentlich) gemacht ist, kann es leicht sein, dass man des Kontrollzwangs bezichtig wird und kann man wirklich alles selbst machen? Soll man nur Dinge wollen, die man auch selbst machen kann? Im Extremfall stirbt man dann einfach. Oder findet eine andere L\u00f6sung. Und ist das dann Zivilisation, dass man eben geholfen bekommt, wenn man es alleine nicht mehr schafft? Ist es Zivilisation, Schw\u00e4nen zu helfen und gleichzeitig Tiere bestialisch und en masse unn\u00f6tig grausam abzuschlachten? Und mehr Menschen auf ein Boot zu stecken, das man keinem Schwan zumuten w\u00fcrde?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wof\u00fcr es nicht alles Berufe gibt: Zum Schw\u00e4ne einfangen gibt es in Hamburg\u00a0den Katastrophenschutz, Untereinheit\u00a0Schwanenwesen. Wer h\u00e4tte das gedacht?\u00a0Die Schw\u00e4ne werden h\u00e4ndisch eingefangen, in Stroh bedeckte Boote verfrachtet und ins Winterquartier gefahren. 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