{"id":179,"date":"2014-05-17T19:58:36","date_gmt":"2014-05-17T19:58:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=179"},"modified":"2014-05-17T20:30:21","modified_gmt":"2014-05-17T20:30:21","slug":"immer-heiter-immer-gelassen-wenn-man-nur-schlafen-koennte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=179","title":{"rendered":"Immer heiter, immer gelassen? Wenn man nur schlafen k\u00f6nnte!"},"content":{"rendered":"<p>Heute so, morgen wieder ganz anders, das kann bei versprochenen t\u00e4glichen (sic!) Blogeintr\u00e4gen schon passieren. Tagebuchcharakter eben. Und wer ist schon immer gleich? Welcher Tag gleicht dem anderen? Mal geht\u2019s um die Beschwerdenotwendigkeit, dann werden die Freuden der Meditation gepriesen und heute reden wir mal \u00fcber den berechtigten \u00c4rger mit der\u00a0Schlaflosigkeit.<\/p>\n<p>Damit h\u00e4ngt n\u00e4mlich so Manches zusammen. Nicht umsonst beschrieben Schriftsteller um die vorletzte Jahrhundertwende (da kamen sie durch die Buchdruckkunst erst richtig gro\u00df raus, denn ab da hat man sich auch \u00fcber scheinbar Belangloses schreiben trauen, mit dem Internet sind gl\u00fccklicherweise dann Albernheiten wie dieser Blog m\u00f6glich geworden), einen zufriedenen Menschen als einen mit gutem Schlaf und guter Verdauung. Hartleibig war die blumige Umschreibung f\u00fcr \u2013 nun, man kann es sich denken. Es h\u00e4ngt beim nicht perfekten Menschen eben viel von den einfachsten K\u00f6rperfunktionen ab.<\/p>\n<p>Umso erstaunlicher ist es, wie der Begriff der Ataraxie, der heiteren Gelassenheit Einlass in die westliche Welt gefunden hat. Die Unabh\u00e4ngigkeit von Impulsen und Leidenschaften, positiv oder negativ wird da gepriesen als Ideal des menschlichen Daseins. Bitte, so hab ich das immer verstanden, aber inzwischen d\u00fcrfte jedem (halbwegs regelm\u00e4\u00dfigem) Leser klar sein, dass ich weit von einem umfassend philosophisch gebildeten Menschen entfernt bin. Mein Leben wird immer noch durch ein fr\u00f6hliches, impulsgebundenes Auf und Ab bestimmt. Kann ich genug schlafen, sieht die Welt rosig aus, wache ich zu fr\u00fch auf und es sind bis dahin erst vier, f\u00fcnf Stunden gewesen, ist alles, was vorher farbig war, grau und trist. Vielleicht wird\u2019s mit dem Alter besser? Das Alter (welches eigentlich) wedelt mit der Hoffnung auf Klug- und Weisheit. Wenn man nur lange genug gelebt hat, hat man fast alles schon einmal gesehen, \u00fcberlebt, gel\u00f6st. Und kann es mit dementsprechender Gelassenheit hinnehmen. In Bezug auf den ersten Liebeskummer, der t\u00f6dlich schien, mag das stimmen. Dieses Wunder, dass man obwohl der Stefan jetzt lieber mit der Andra geht als mit einem selbst, noch lebt, gibt es. Und auch bei anderen traumatisierenden Ereignissen (Stimme weg beim Vortrag, falsche Zahlen in einer wichtigen Pr\u00e4sentation, Essen total versalzen wenn der Chef kommt) wei\u00df man, das geht vorbei, die Erde dreht sich weiter, am n\u00e4chsten Tag kr\u00e4ht kaum ein Hahn mehr danach. Es gibt aber auch die Menschen, die von Haus aus eher apathisch auf jegliche Ereignisse reagieren. Die sind dann gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber allen positiven oder negativen Ereignissen in ihrem Leben. Sie werten sie einfach nicht und nehmen sie hin. Vielleicht wie Hirsche auf der Lichtung? Oder die Fr\u00f6sche im Teich? Momentan sind meine Impulse noch zu dominant. Denn jetzt, ich muss es zugeben, wartet ein Apple Crumble im Ofen auf mich und das DFB-Finale mit seinen Kollateralfolgen in Form von M\u00e4nnerkommentaren hemmen meinen Gedankenfluss. Da bin ich noch nicht atarax genug. Aber ich bleib dran.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute so, morgen wieder ganz anders, das kann bei versprochenen t\u00e4glichen (sic!) Blogeintr\u00e4gen schon passieren. Tagebuchcharakter eben. Und wer ist schon immer gleich? Welcher Tag gleicht dem anderen? Mal geht\u2019s um die Beschwerdenotwendigkeit, dann werden die Freuden der Meditation gepriesen und heute reden wir mal \u00fcber den berechtigten \u00c4rger mit der\u00a0Schlaflosigkeit. 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