{"id":1377,"date":"2015-01-24T19:48:02","date_gmt":"2015-01-24T19:48:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=1377"},"modified":"2015-01-25T06:40:03","modified_gmt":"2015-01-25T06:40:03","slug":"ich-kaninchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gedankenausdemausland.de\/?p=1377","title":{"rendered":"Ich, Kaninchen"},"content":{"rendered":"<p>Wir Karnickel stehen ja selten im Rampenlicht. Im Gegenteil, wir scheuen es eher. Lieber versteckeln wir uns im Gras oder auf Feldern, um zu m\u00fcmmeln oder in unseren kuscheligen H\u00f6hlen, um\u00a0gem\u00fctlich vor uns hinzurammeln. Wir sind nicht besonders darauf erpicht, dass uns alle s\u00fc\u00df und niedlich finden, denn auf all diese kleinen Kinder, die uns dauernd an den Ohren ziehen und in enge K\u00e4fige sperren, k\u00f6nnten wir prima verzichten. Aber was k\u00f6nnen wir tun, wir sind halt so unwiderstehlich\u00a0mit unseren seidig-flauschigen Ohren und den puscheligen Schw\u00e4nzchen. Von unseren felligen F\u00fc\u00dfen mal ganz abgesehen.<\/p>\n<p>Und weil das Elend noch nicht gro\u00df genug ist in der Welt, haben wir jetzt auch noch F\u00fcrsprache aus selbst berufenem Munde bekommen. In einer Zeit, in der man in Sachen Religion und Beleidigung (w\u00e4re das modern ausgedr\u00fcckt ein #Hashtag?? Das fragen wir uns!) doch nun wahrhaft genug um die Ohren haben sollte als Mensch. Aber nein, da kommt dieser selbst ernannte fleischgesichtige und in seiner Art typische Kaninchenz\u00fcchervereinsvorsitzende daher und zerrt uns durch seine oberpeinliche und ungebetene Verteidungsaktion ins Licht der \u00d6ffentlichkeit und gibt uns der L\u00e4cherlichkeit preis. Was denkt er sich? Wer hat ihn gebeten? Soll er sich doch mit dem Kerl, der vor Weihnachten den Bahnverkehr lahm gelegt hat, weil er von seiner Frau verlasen wurde und einfach auch mal wieder was zu sagen haben wollte, zusammen tun. Die k\u00f6nnten sich doch dann gegenseitig die Welt erkl\u00e4ren und \u00fcberall ein Haar in der Suppe suchen. Und teuren Wein dazu trinken.<\/p>\n<p>Was ist denn dabei, wenn ein netter pragmatischer Religionsf\u00fchrer oder sagt man Kirchenoberhaupt &#8211;\u00a0keiner\u00a0kennt sich bei den Menschen und ihren Religionen mehr aus, angeblich geht es immer um Liebe und Respekt und dann schie\u00dfen sie sich einfach mal so nieder oder machen sich \u00fcbereinander lustig, bis es weh tut &#8211; also wenn so ein Papst ein Sprichwort bem\u00fcht? Was ist daran bitte so schlimm? Wir Kaninchen haben allerdings schon oft bei Menschen bemerkt, dass sie recht widerspr\u00fcchlich sind. Lehrer, leider auch manchmal Journalisten zum Beispiel, die panisch zucken, wenn einer ein Zigeunerschnitzel bestellt (hei\u00dft jetzt Paprikaschnitzel) und die ganz, ganz arg Charlie sind, trauen sich im konfront\u00e4ren Face-to-face-Kontakt nicht, Sch\u00fcler ihrer Klasse zurechtzuweisen, wenn sie ihre Meinung zu den Pariser Anschl\u00e4gen dahingehend \u00e4u\u00dfern, dass das denen doch recht gesch\u00e4he. Das sagen sie dann lieber im Biorestaurant ihrer Wahl. Vermutlich verzehren sie dabei Kaninchen in Wei\u00dfwein und ein Kumpel von uns hockt in der Wohnung im Bioheu. Ach, es ist zum Heulen. Ein \u00e4rgerliches Kaninchen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir Karnickel stehen ja selten im Rampenlicht. Im Gegenteil, wir scheuen es eher. Lieber versteckeln wir uns im Gras oder auf Feldern, um zu m\u00fcmmeln oder in unseren kuscheligen H\u00f6hlen, um\u00a0gem\u00fctlich vor uns hinzurammeln. 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